Streit mit Bundesverband
Bayerns Junge Union droht mit Abspaltung

In der bayerischen Jungen Union (JU) wird offen über eine Trennung von der Bundes-JU diskutiert. Anlass ist der Ablauf des Deutschlandtags der Jungen Union in Ausburg im Oktober, wo CSU-Chef Edmund Stoiber in ungewöhnlich aggressiver Form angegriffen worden war.

HB MÜNCHEN. Der Landesverband habe eine Projektgruppe eingesetzt, die das Verhältnis zum Bundesverband "überprüfen" solle, sagte der Vorsitzende der Bayern-JU, Manfred Weber, dem Handelsblatt. Eine Abspaltung sei zwar im Moment "nicht auf der Tagesordnung", aber die Prüfung sei "ergebnisoffen". „Wenn nichts passiert, ist die Frage, ob wir in die nächste Eskalationsstufe gehen.“

Weber nannte den Deutschlandtag "der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat". Außerdem kritisierte er den Politikstil von JU-Chef Philipp Missfelder, der es 2003 mit seiner Forderung, Älteren keine künstlichen Hüftgelenke mehr zu bezahlen, viel Aufsehen erregt hatte. "Politik ist nicht nur das Produzieren von Schlagzeilen", sagte Weber.

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