Streitkräfte
Verband fordert Islamische Seelsorger beim Militär

In der Bundeswehr arbeiten immer mehr Muslime – deshalb muss sich die Politik darum kümmern, dass sie angemessen versorgt sind, fordert der Zentralrat der Muslime. Indes will die US-Regierung mehr religiöse Sensibilität.
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München/Osnabrück/ WashingtonDer Zentralrat der Muslime (ZMD) will Deutschlands Streitkräfte für islamische Geistliche öffnen. „Wir brauchen muslimische Seelsorger in der Bundeswehr“, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek der „Süddeutschen Zeitung“. Schließlich gebe es etwa 1600 deutsche Soldaten islamischen Glaubens. Außerdem plädierte Mazyek für islamische Alternativen zu den kirchlichen Wohlfahrtsträgern: Es sei „an der Zeit, über eine muslimische Beteiligung an Sozialeinrichtungen zu reden“, allerdings müssten sich hierzu sowohl der Staat als auch die Muslime bewegen.

Hintergrund seiner Forderungen ist demnach die Einladung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) an muslimische Verbände, kommende Woche in Berlin über die Zukunft der Deutschen Islamkonferenz zu sprechen. Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ räumte Mazyek dem Neustart der Islamkonferenz nur Chancen ein, „wenn Inhalt und Form gemeinschaftlich abgestimmt werden“. Von einer „ständigen und konstruktiven Dialog-und Gesprächsebene“ zwischen Bund und muslimischen Vertretern könnten „beide Seiten und die Gesellschaft insgesamt nur dann profitieren, wenn sie partnerschaftlich und vertrauensvoll geführt“ werde.

De Maizière hatte am Mittwoch angekündigt, die Islamkonferenz nicht in ihrer bisherigen Form weiterführen zu wollen. „Eine reine Wiederholung angesichts der Debatten in den vergangenen Jahren halte ich nicht für sinnvoll“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Die erste Sitzung der Islamkonferenz hatte im September 2006 unter dem damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) stattgefunden. Im Mai vergangenen Jahres war die Konferenz unter de Maizières Vorgänger Hans-Peter Friedrich (CSU) auf ihrer letzten Sitzung im Streit darüber auseinander gegangen, ob die Gesprächsrunde weiter vom Innenministerium geführt werden und welche Rolle Sicherheitsfragen und Extremismus dabei spielen sollten.

Während in Deutschland nun ein religiöser Verband das Augenmerk auf mehr religiöse Sensibilität lenkt und sie einfordert, bewegt sich in den Staaten die Regierung auf Gläubige zu.

Das amerikanische Verteidigungsministerium gibt US-Soldaten künftig mehr Raum für die Ausübung ihrer Religion. So können Soldaten beantragen, religiöse Kleidung tragen zu dürfen, Zeit für Gebete eingeräumt zu bekommen oder anderweitig während der Dienstzeit den Praktiken ihres Glaubens nachzugehen. Die neue Richtlinie trat am Mittwoch in Kraft.

Entschieden werden soll von Fall zu Fall. Die Zustimmung wird vom Standort des Soldaten und den Erfordernissen des Einsatzes abhängig gemacht. Ein Antrag soll aber nur abgewiesen werden dürfen, wenn die Erfordernisse der militärischen Mission mehr Gewicht haben als die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Soldaten. Bislang hatte es beim US-Militär keine einheitliche Regelung für die Ausübung der Religion während des Dienstes gegeben.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Associated Press / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Streitkräfte: Verband fordert Islamische Seelsorger beim Militär"

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  • Es geht dabei nur um die Erlangung von Planstellen die wir, dann wieder bezahlen sollen. Unter den Deckmantel der Religionsfreiheit (Eine wichtige Errungenschaft) agieren Ideologen (Islam) für Ihre eigenen Interessen und führt doch zu einer sehr kritischen Nachfrage.

    Warum dulden wir diese Menschen bei uns?

    Wie benehmen sich eigentlich unsere Gäste sich unseren Land?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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