Stühlerücken bei der SPD
Barley folgt auf Schwesig, Heil auf Barley

SPD-Chef Martin Schulz hat nach dem Rücktritt Erwin Sellerings einige Personalien zu klären. Der neue Generalsekretär Hubertus Heil ist in der SPD-Zentrale gut bekannt. Zuvor war ein anderer Name genannt worden.
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Der Rückzug von Erwin Sellering aus der Politik zieht weitere Personalien nach sich. Neuer Generalsekretär der SPD wird Hubertus Heil, der dieses Amt schon einmal inne hatte. Das sagte der SPD-Vorsitzende Martin Schulz in der SPD-Fraktionssitzung. Zunächst hatte es aus SPD-Kreisen geheißen, Achim Post aus Nordrhein-Westfalen würde Generalsekretär werden.

Der Posten wurde frei, weil die bisherige Generalsekretärin Katarina Barley nun Bundesfamilienministerin wird, wenn die bisherige Familienministerin Manuela Schwesig die Posten von Sellering als SPD-Landesvorsitzender und Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns übernimmt.

Sellering hatte selbst Familienministerin Schwesig als seine Nachfolgerin vorgeschlagen. Schwesig war bis Ende 2013 Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern und Landtagsabgeordnete. Sie hat kein Bundestagsmandat. Gewählt werden muss Schwesig vom Landtag in Schwerin, der von einer Großen Koalition dominiert wird.

Nachfolgerin Schwesigs im Familienministerium soll Katarina Barley werden, berichten mehrere Medien. Sie ist bislang SPD-Generalsekretärin. Ende 2015 hatte sie das Amt von Yasmin Fahimi übernommen, deren Verhältnis mit dem damaligen Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel als angeschlagen galt. Auch Barley wirkte oft glücklos. Als Ministerin muss Barley von der Bundeskanzlerin nominiert werden, de facto hat die SPD aber das Recht, die ihr zustehenden Ministerposten nach eigenen Vorstellungen zu besetzen.

Als neuen Generalsekretär nominierte SPD-Chef Martin Schulz nun Hubertus Heil. Er war von 2005 bis 2009 schon einmal in diesem Amt. Dann wurde er stellvertretender Faktionsvorsitzender. Seit 2011 ist er außerdem Mitglied im Parteivorstand. Er kommt aus Niedersachsen.

Kommentare zu " Stühlerücken bei der SPD: Barley folgt auf Schwesig, Heil auf Barley"

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  • Wenn der KK Schulz seine Zukunft auf einen GS HEIL baut, dann wissen wir wo so was endet.....
    Heil war doch schon mal in der Butt, oder?

    Die sollen den Dr. Sarrazin reaktivieren, als GS engagieren & dann warden des Volke's Stimmen der SPD wieder zukommen!

    Letzlich war es die SPD, die mit ihrer Politik in Bildung & Erziehung vielen Memschen in den 1970 er Jahren die Chance zum beruflichen Erfolg ermoeglicht hatte...:
    Auch herren Dr. Sarrazin !!

    Ohen den Pool der Ingenieure, der aus dieser BONNER-BOOM-ZEIT der SPD stammte, waere Deutschland nie aber auch nie WELTMEISTER im EXPORT geworden!

    Manche sollten einfch nicht vergessen, wo sie herkommen!
    Andereseits wurde so Mancher etwas- (nur) Dank PARTEIBUCH - auch von der SPD-!
    Weiss aber heute nicht mehr, was aus ihm geworden ist!

    Sozialer & gesellschaftlicher Zusammenhalt & SOLIDARITAET wurden aus diesem Zeitgeist der late 60 & 70 er geboren!
    Leider ist das Ganze zu einem irrationalen GUTMENSCHENTUM –EINHEITS-BREI verkuemmert!

    Unter Nachbarn andererseits ist haeufig jeder des anderen Teufel.......und die Streitigkeiten gehn um PEAS die manche NUTS treiben !
    FAIRNESS im UMGANG und im SPORT heisst ja noch lange nicht, seine POSITION und ERUNGENSCHAFTEN bzw Tabellenstand nicht bis auf's haerteste zu verteidigen.....
    Aber hier herrscht eine CDU_CSU-SPD-GRUENE FDP typische neopopulistische GUT-Menschen Grundhaltung, die ungeheuerlich ist:
    Man traeumt davon, dass jeder der hierherkommt das Zeug zum Spielfuehrer und NATIONALTORWART hat...................
    = FACHKRAFT ist der werden kann.....
    UNGLAUBLICH !, aber es ist noch kein Meister vom Himmel....
    Aber im Gegensatz zu dieser trans-Parteien-Schoenfaerberei:
    der Meisterbrief kostet immer noch viel Geld, aber den Kandidaten persoenlich !

    DA bleibt dem treuesten Sozialdemokraten ja nur noch, die AFD zu zaehel, anstat sich weiter mit dem Gehampel rumzuquaelen.....

  • Verglichen mit den Mafia-Leuten aus Russland, die sich mit einem gewissen us-amerikanischen Bau-Löwen verbändeln, ist das ein prima Lebenslauf. Barleys Lebenslauf ist eine völlig normales Sammelsurium von Tätigkeiten, die man als deutscher Berufspolitiker zusammen bekommen kann - wenn man Lust und Zeit für all diese oftmals unbezahlten Klönkreise hat - und dazu keinen weiteren geschäftlichen Verpflichtungen mit eigenen Unternehmen nachgeht.


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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