Tarifverhandlungen
Verdi-Chef droht mit „großem Arbeitskampf“

Frank Bsirske drängt auf einen Abschluss der Tarifverhandlungen in öffentlichen Dienst. Sollte bis Ende März keine Einigung vorliegen, starte ein „großer Arbeitskampf“. In zwei Ländern läuft der nächste Warnstreik.
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BerlinVerdi-Chef Frank Bsirske hat vor einem Scheitern der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst gewarnt. „Wir werden uns Ende März einigen müssen, oder die Verhandlungen scheitern“, sagte Bsirske am Montag im ZDF-Morgenmagazin. „Dann wird es einen großen Arbeitskampf geben“, sagte er und bekräftigte die Forderung nach höheren Entgeltsteigerungen. „Ich habe deutlich gemacht, dass 3,3 Prozent mehr Lohn nicht ausreichen werden“, sagte der Gewerkschaftsvertreter. „Was wir jetzt brauchen, ist eine deutliche Reallohnerhöhung.“ Die dritte und letzte vereinbarte Verhandlungsrunde ist für den 28. und 29. März geplant.

Die Arbeitgeber haben für die rund zwei Millionen Beschäftigten ein Plus von 3,3 Prozent über 24 Monate in zwei Stufen angeboten. Zudem sollte es eine Einmahlzahlung in diesem Jahr von 200 Euro geben. Die Gewerkschaft wies das Angebot als zu niedrig zurück. Verdi fordert Lohnerhöhungen von 6,5 Prozent, mindestens aber ein Plus von 200 Euro im Monat.

In Niedersachsen und Bremen startete unterdessen die zweite Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. So sollten unter anderem Busse und Straßenbahnen in den Depots bleiben. Am Dienstag sollen Aktionen in Bayern und Hessen folgen. Mit Ausständen ist unter anderem bei der Müllabfuhr, in Krankenhäusern, bei der Schifffahrtsverwaltung sowie in öffentlichen Kitas zu rechnen.

Vorläufiger Höhepunkt sind dann landesweite Warnstreiks am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen (NRW). Bereits während der ersten Warnstreikwelle hatten in NRW 55.000 Beschäftigte die Arbeit verweigert. Im Laufe der Woche sollen die Warnstreiks auch die ostdeutschen Bundesländer und Berlin erfassen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn; denn wir haben nichts in die Welt hereingebracht, so dass wir auch nichts hinausbringen können. Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen.

    1.Timotheus 6; 6-8
    Bibel

  • Der Verdi-Chef Frank Bsirske leugnet nicht, mit der SPD gemeinsame Sache zu machen. Warum wird NRW nicht bestreikt???
    Man geht gemeinsame Wege, um auch um die Machterhaltung in NRW für Rot/Grün zu sichern.
    Glaubt einer noch, dass Herr Bsirske nicht aus Eigennutz handelt? Es sind Absprachen mit Herrn Gabriel und Frau Kraft getroffen worden. Bitte Verdi-Vorstand befragen. Nicht alle sind mit den Absprachen einverstanden.

  • Die Gewerkschaften führen sich mittlerweile als Staat im Staate auf.Vielleicht sollten die Tarifverhandlungen ganz einfach nur zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern verhandelt werden. Ein Versuch wäre in jedem Falle angebracht.Experten sollte hier einmal kritisch Untersuchungen anstellen.

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