Tarifverhandlungen
Verdi kündigt Warnstreiks im öffentlichen Dienst an

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Angestellten der Länder ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft Verdi kündigte Warnstreiks für die kommenden drei Wochen an. Berlin macht am Montag den Anfang.
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PotsdamNach der Vertagung der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Bundesländer sind von Montag an Warnstreiks geplant. In Berlin sollen vor allem Schulen betroffen sein, wie der Landesverband der Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft (GEW) mitteilte. Die GEW nimmt in den Tarifverhandlungen eine Sonderrolle ein. Denn neben der Auseinandersetzung um 6,5 Prozent mehr Geld für die etwa 800.000 Angestellten der Länder will sie für die Lehrer einen bundesweiten Tarifvertrag durchsetzen. Dabei geht es vor allem um die unterschiedliche Eingruppierung je nach Bundesland.

Die Lehrergewerkschaft GEW sagte, Warnstreiks seien hier bereits ab Montag möglich. Möglich wären aber auch Arbeitsniederlegungen von Straßenwärtern, Verwaltungsangestellten oder Mitarbeitern an Universitätskliniken. Dann müssen die Bürger mit Unterrichtsausfall an Schulen oder Einschränkungen beim Winterdienst auf den Straßen rechnen.

Die Gewerkschaft hatte die Warnstreiks nach einer ergebnislosen zweiten Runde der Tarifverhandlungen für Angestellten der Länder am Donnerstag in Potsdam angekündigt. „Ich erwarte Warnstreiks der Beschäftigten“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske. Welche Größenordnung die Aktionen haben und welche Regionen und Bereiche betroffen sein könnten, blieb zunächst unklar.

Die Arbeitgeberseite hatte in der zweiten Runde erneut kein Angebot vorgelegt. Die Gespräche wurden ohne Ergebnis unterbrochen. Die Streikaktionen sollen nun Druck auf die Länder machen für die nächsten Gespräche, die am 7. und 8. März in Potsdam anstehen. Die Gewerkschaften verlangen für die Beschäftigten unter anderem 6,5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber halten das für überzogen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Tarifverhandlungen: Verdi kündigt Warnstreiks im öffentlichen Dienst an"

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  • @Realist

    Sie reden aber einen Schmarrn....als wenn der ÖD am verhungern wäre....lächerlich!! In der Verwaltung sitzen alles sehr gut verdienende Leute, die sich unsinnige Projekte ausdenken und dem Bürger das Geld aus der Tasche ziehen!!

    Es gibt auch ehrliche, anständige Mitarbeiter. Die meißten aber sind frech und sagen ganz offe, dass sie keine Überstunde machen! Im ÖD sind eh nur 20 Stunden im Monat erlaubt. Wieviele Überstunden hat einer in der Privatwirtschaft?!

    Ausserdem ist der ÖD gefährlich!!! Weil er der Handlanger der Politik ist und Gesetze ohne Nachzudenken durchdrückt. Da wird eh nur Dienst nach Vorschrift gemacht. Verantwortung und Entscheidungen werden immer delegiert!! Den meißten ist es nämlich egal, was sie arbeiten. Hauptsache das gute Gehalt kommt jeden Monat!

  • Wäre nur gerecht, wenn die Erhöhungen in etwa so ausfallen wie die letzten Jahre in der Metall- und Elektroindustrie.
    Zur Urlaubszeit könnten sich all Diejenigen die genug haben ja z.B. ihren Reisepass selber basteln wenn dieser nur deswegen nicht ausgestellt würde weil die zu Unrecht als faul abgestempelten ÖDler ergänzende Leistungen zum Lebensunterhalt beantragen wären.
    Von den Ländern immer nur das Spargejammere zu hören macht keinen Mitarbeiter satt. Teilhabe also auch für alle ÖDler oder was ist so verwerflich daran wenn Abgeordnete mehr nehmen.

  • Und verdi macht nur mit, da ihre Gehälter entsprechend dem ÖD angepasst werden!!! Verlogen Bande ist das alles!!!

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