Terrorverdacht in Mecklenburg-Vorpommern
Planten Rechtsterroristen Anschläge auf Linke?

Zwei Verdächtige aus Mecklenburg-Vorpommern sollen Anschläge auf linke Politiker geplant haben. Das Duo soll eine Liste mit vermeintlichen Opfern angelegt haben. Ein Verdächtiger ist Polizeibeamter.
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Schwerin/KarlsruheWegen Terrorverdachts sind am Montag in Mecklenburg-Vorpommern Arbeits- und Geschäftsräume von zwei Verdächtigen durchsucht worden. Die beiden Männer, darunter ein Polizist, sollen geplant haben, Vertreter des linken Spektrums zu töten, teilte der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mit. Dazu sollen sie eine Liste mit Namen angelegt haben.

Der verdächtigte Polizist sei Beamter bei der Polizeiinspektion Ludwigslust, teilte das Innenministerium in Schwerin ergänzend mit. Gegen ihn seien gleichzeitig disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet worden. Eine Sprecherin des Ministeriums betonte, es handele sich um einen Anfangsverdacht. Ein dringender Tatverdacht bestehe nicht. Festnahmen gab es bislang nicht.

Den Ermittlern zufolge befürchteten die Verdächtigen als Folge der aus ihrer Sicht verfehlten Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik eine Zunahme von Anschlägen bis hin zum Zusammenbruch der staatlichen Ordnung. Für diesen Fall sollen sie sich bereits mit Lebensmitteln sowie mit Munition für ihre legal beschafften Waffen eingedeckt haben. Die Verdächtigen werden dem rechten Spektrum zugeordnet.

Nach Angaben des Schweriner Innenministeriums fanden Durchsuchungen auch bei Personen statt, die als nicht tatverdächtige Dritte geführt werden. Darunter befinde sich auch ein weiterer Polizeibeamter des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Laut Bundesanwaltschaft wird wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Die Durchsuchungen dienten dazu, die bestehenden Verdachtsmomente zu objektivieren.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Terrorverdacht in Mecklenburg-Vorpommern: Planten Rechtsterroristen Anschläge auf Linke?"

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  • "nett" - aber auch nur vielleicht. Das ist ja das Problem bei möglichen Lösungsansäätzen, dass die kulturelle Decke sehr dünn ist u.U.. Wir Menschen sind halt situationsbedingt egoistisch und feindselig. Und, wenn Sie meine sporadischen Kommentare zu Kenntnis genommen haben, wissen Sie, wem ich zutraue, der Lösung zumimdest etwas näher zu kommen.

  • @Herr Bihari Sharan

    Vielleicht sind Sie netter Typ, mit dem ich kein Problem hätte, wenn man sich irgendwo kennenlernen würde. Genauso wie mit Ausländern (auch aus dem muslimischen Kreis), die ich persönlich kenne.

    Nur sehen Sie es mir nach, dass ich an dieser Stelle ganz gewiss nicht mit Ihnen über Ideologien diskutieren möchte. Sei es über die Machtideologie, die dem Ukraine-Konflikt zugrunde liegt, noch über kulturelles Konfliktpotential, auf den mein Kommentar zum kriminellen Standard in Deutschland reflektiert.

  • @Peer Kabus28.08.2017, 16:04 Uhr

    "menschenverachtend"

    Sie verteidigen die hybride Kriegsführung Putins in der Ukraine mittels strategischer Argumente - ein Krieg der seit 2014 schwellt mit all dem damit verbundenen menschlichen Leid. Ist dieses für Sie das notwendige Opfer, um dann in Putins Friedensparadis aufzugehen, wo Schwulen und Lesben ihrer Menschenrechte beraubt sind?

    Mit welchem Recht qualifizieren Sie Menschen, die Probleme der Migrations-Krise intelligent und human die Intention haben zu entschärfen, mit "Was gibt es doch für widerliche Typen" - "menschenverachtend" ?

    Glauben Sie selbst, dass Sie außerhalb der auf ihrer Linie liegenden so jemanden überzeugen können - geschweige denn die mitlesende Mehrheit, die wie ich gar nicht oder nur sporadisch kommentiert?

    So nicht, Herr Kabus - wachen Sie auf, legen Sie ihre ideologische Brille ab und verschreiben Sie sich wahrhaft humaner Politik. Sie hätten das Zeug dazu.

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