Deutschland
Top-Manager fordern radikale Steuervereinfachung

Eine überwältigende Mehrheit der Top-Entscheider spricht sich für eine radikale Reform aus.

ost DÜSSELDORF. Unabhängig von der Frage des Vorziehens der dritten Stufe der Steuerreform ist ein radikaler Umbau des hiesigen Steuersystems in den Augen der deutschen Wirtschaftselite überfällig. Das ist das Ergebnis des Handelsblatt- Business-Monitors im Dezember, einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Psephos unter mehr als 800 Top-Managern im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. Eine überwältigende Mehrheit der Top-Entscheider spricht sich für eine radikale Reform aus, die das Steuersystem grundlegend vereinfacht: 81 % halten sie für „sehr wichtig“, weitere 17 % sehen sie als „eher wichtig“ an. Auffällig ist: Je älter die Manager sind, desto mehr Bedeutung messen sie diesem Thema bei. Während nur 74 % der unter 40-Jährigen eine solche Reform für sehr wichtig halten, sind es bei den über 60-Jährigen 86 %.

Eine fast einhellige Zustimmung (92 %) findet der Vorschlag des CDU-Steuerexperten Friedrich Merz, bei der Einkommensteuer ein Stufensystem mit nur noch drei Grenzsteuersätzen einzuführen und im Gegenzug die steuermindernden Ausnahmeregelungen weitgehend zu streichen. Nur 6 % der Führungskräfte lehnen ein solches Modell ab.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%