Traumergebnis
Aigner neue CSU-Chefin in Oberbayern

Ilse Aigner ist neue Vorsitzende des stärksten CSU-Bezirksverbands. Am Samstag wählte der Großteil der Mitglieder der CSU Oberbayern die Landwirtschaftsministerin an die Spitze. Für Aigner ein großer Vertrauensbeweis.
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TraunreutBundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner ist die neue starke Frau in der CSU. Die Sektion Oberbayern wählte Aigner beim Bezirksparteitag in Traunreut am Samstag mit einem Traumergebnis von 98,2 Prozent zur Vorsitzenden. Lediglich sieben der 393 Delegierten votierten gegen die 46-Jährige.

Für die Christsozialen ist die Wahl eine Premiere. Noch nie stand eine Frau an der Spitze des mit rund 44.000 Mitgliedern stärksten der zehn CSU-Bezirksverbände.  

Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer erhielt dagegen bei ihrer Wahl zur stellvertretenden Bezirksvorsitzenden mit 71,1 Prozent einen kräftigen Dämpfer.  

Aigner bezeichnete das Ergebnis ihrer Wahl als großen Vertrauensbeweis. „Es zeigt, dass es eine Erwartungshaltung gibt.“ Sie wolle der „Spitzenregion“ Oberbayern in Deutschland und Europa eine starke Stimme geben, sagte Aigner. Oberbayern sei die Wachstumslokomotive im Freistaat. Daher wolle sie sich etwa für die Verbesserung der Infrastruktur einsetzen. Auch Ministerpräsident Horst Seehofer gratulierte Aigner zu dem Ergebnis.

Aigner hatte das Amt seit dem Ausscheiden von Vorgänger Siegfried Schneider im März bereits kommissarisch übernommen. Der ehemalige Staatskanzleichef habe den Bezirksverband „exzellent“ geführt, lobte Seehofer. Schneider wechselt im Oktober an die Spitze der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und gab seine Parteiämter auf.  

Bei den Vorstandswahlen griff erstmals die von der CSU eingeführte Frauenquote. Mit einem Frauenanteil von 49 Prozent schaffte die CSU Oberbayern ohne Probleme die Vorgabe, dass mindestens 40 Prozent der Vorstandsposten mit Frauen besetzt sein müssen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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