Trotz Rücktritt
Platzeck will 2014 wieder in den Landtag

Erst Ende Juli hatte Mathias Platzeck seinen Rückzug als Ministerpräsident Brandenburgs zum 28. August angekündigt. Jetzt sagte er in einem Zeitungsinterview, dass er trotzdem für ein Landtags-Mandat kandidieren will.
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PotsdamDer scheidende brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) will trotz seiner angeschlagenen Gesundheit 2014 wieder für den Landtag kandidieren. „Wenn meine Freunde in der Uckermark dies wollen, werde ich es gerne tun und für den Fall, dass ich gewählt werde, die Region weiter im Brandenburger Landtag vertreten“, sagte der 59-Jährige der „Märkischen Allgemeinen“. Er habe schließlich die ärztliche Genehmigung dazu: „Zwar nicht für 80 Stunden in der Woche wie bisher, aber für 40 bis 50 Stunden.“

Die Nominierung Platzecks in seinem Wahlkreis sollte dem Bericht zufolge an diesem Samstag stattfinden. Der dienstälteste Spitzenpolitiker in Ostdeutschland gibt in der kommenden Woche seine Ämter als Ministerpräsident und Landesvorsitzender der SPD ab. Im Juni hatte Platzeck einen leichten Schlaganfall erlitten.

Ende Juli hatte Platzeck nach einer Sitzung von SPD-Landesvorstand und -Fraktion bekanntgegeben, dass er zum 28. August aus gesundheitlichen Gründen von seinen Ämtern als Ministerpräsident und SPD-Landesvorsitzender zurücktritt. Sein Nachfolger wird der bisherige Innenminister Dietmar Woidke (SPD).

Der 51-Jährige Woidke galt seit längerem als Favorit für eine eventuelle Nachfolge. Im Juni, zehn Tage nach seinem Schlaganfall, versuchte Platzeck bei einer extra einberufenen Pressekonferenz noch Spekulationen über einen etwaigen Rückzug zu zerstreuen. Er sei optimistisch, in ein paar Wochen wieder „komplett fit“ zu sein, wolle noch seinen Schreibtisch „aufräumen“ und ein paar wichtige Termine erledigen, Hochwasser, die sinkende Arbeitslosigkeit, hatte Platzeck gesagt. Kurze Zeit später ging er für drei Wochen in Urlaub. Alles weitere, auch über eine weitere Kandidatur bei der Landtagswahl 2014, entscheide er danach, so Platzeck im Juni.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Trotz Rücktritt: Platzeck will 2014 wieder in den Landtag"

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  • Der Typ scheint offenkundig nicht zu wissen, was er will.
    Wer so wankelmütig ist, hat als MP nichts verloren
    Dass er wankelmütig ist, hat er ja schon einmal gezeigt, als er ganz schnell wieder den Posten des Parteivorsitzenden verließ

  • schweinerei, uns geht`s bald wie den libanesen oder den ägyptern, weil solche leute wie platzek & co unantastbar sind, und machen können was sie wollen. und wenn sie nicht mehr können, setzen sie ihre frauen in den bundestag (münte.., schroeder..). diese sind aus dem gleichen holz geschnitzt wie ihre männer. ein herr wulff hat nach dem verlust seines amtes, auch gleich mal seine frau verloren, :-).

    ps: ich werde sie alle wählen, 20 kreuze, die zeit nehm ich mir!

  • na ja wenn "Deine Freunde"in der Uckermark das wünschen, kann man doch nichts machen, dann muß man ja wohl noch mal kandidieren...geht es noch?
    Lieber Herr Platzeck , bleiben Sie zu Hause -machen sie es nicht noch schlimmer -Chipfabrik,Cargolifter ,Lausitzring und nun den BER - Sie und Ihr Ziehvater Stolpe haben genug Mist hier bei uns in Brandenburg
    verzapft...gehen Sie doch in die Uckermark und machen dort ein bisschen Aufbauarbeit...z.B als Bürgermeister einer dortigen Kreisstadt -da wäre es echt nötig...aber schön in Potsdam wohnen ,das angenehme Leben der Landeshauptstadt genießen aber den Wahlkreis in der Uckermark haben...verlogene Politik allerorten.
    Ein enttäuschter Bürger aus dem Süden Brandenburgs.

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