Umfrage zu anstehenden Neuwahlen
Merkel wird beliebter, Stoiber soll in Bayern bleiben

Angela Merkel gewinnt immer mehr Sympathien. Laut einer Umfrage liegt sie in der Beliebtheitsskala mittelerweile gleich auf mit Bundeskanzler Schröder. CSU-Chef Stoiber soll nach Ansicht der Wähler jedoch besser bleiben, wo er ist.

HB MANNHEIM/BERLIN. Bei einer Blitz-Umfrage für das ZDF-Politbarometer nach der rot-grünen Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen sprachen sich 45 Prozent für Schröder und 44 Prozent für Merkel aus, teilte die Forschungsgruppe Wahlen am Dienstag mit. Dabei standen SPD-Anhänger fast geschlossen hinter Schröder. Dagegen votierten die CDU-Anhänger nur zu drei Vierteln für Merkel.

In der politischen Stimmung konnte das bürgerliche Lager aus Union und FDP gleich zwei Umfragen zufolge seine Führung vor Rot-Grün weiter ausbauen. Rund 45 Prozent der Bürger sprechen sich für eine schwarz-gelbe Koalition nach der vorgezogenen Bundestagswahl aus, ergaben Befragungen, die die Meinungsforschungsinstitute Infratest dimap und die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag von ARD und ZDF am Montag vornahmen.

Wären die Bundesbürger an diesem Sonntag zu einer Neuwahl des Bundestags aufgerufen, würden sich 46 Prozent für die Union entscheiden, ermittelte Infratest für ARD-Deutschlandtrend. Die SPD erreichte 30 Prozent und damit einen Punkt mehr. Die Grünen und die FDP würden je einen Punkt verlieren und auf sieben Prozent der Stimmen kommen. Die PDS zöge mit fünf Prozent (plus 1) als Fraktion in den Bundestag ein.

Nach einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF legen CDU/CSU im Vergleich zu Ende April zwei Punkte zu und kommen auf 50 Prozent. Die SPD gewinnt einen Punkt und kommt auf 29 Prozent. Die Grünen fallen um vier Punkte auf sechs Prozent, die FDP erreicht 7 Prozent (plus 1). Die PDS bleibt mit 4 Prozent unverändert.

Umstritten bleibt bei den Bürgern ein möglicher "Superminister" Edmund Stoiber. Hier votierten die Befragten mit großer Mehrheit gegen einen Wechsel des CSU-Chef in ein Ministeramt in Berlin. 73 Prozent meinten, er solle Ministerpräsident in Bayern bleiben.

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