Umweltminister Röttgen
"Atomausstieg entscheidet über Zukunft der CDU"

Mit der Forderung nach einem schnellen Atomausstieg hat sich Bundesumweltminister Röttgen in der Koalition nicht nur Freunde gemacht. Nun geht er noch einen Schritt weiter: Die Zukunft der CDU hänge von dem Reizthema ab.
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Berlin Bundesumweltminister Norbert Röttgen zufolge kann die CDU als Volkspartei nur überleben, wenn sie konsequent den Weg aus der Atomkraft wählt. Es habe schon vor der Atomkatastrophe von Fukushima eine „stabile Ablehnungsmehrheit“ dieser Energieform in Deutschland gegeben, sagte Röttgen am Montagabend auf einem energiepolitischen Fachgespräch der CDU in Berlin.

Eine Partei, die Volkspartei bleiben wolle, könne sich nicht „abkoppeln und abkapseln von relevanten Grundströmungen“, warnte der stellvertretende Parteivorsitzende Röttgen die innerparteilichen Gegner der von der schwarzgelben Regierung jetzt angestrebten Energiewende. Die Union verliere ansonsten ihre Verankerung in der Bevölkerung. Das Risiko der Atomenergie bei einer Katastrophe sei unübersehbar, sowohl räumlich als auch für die kommenden Generationen, sagte Röttgen.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Bleibt abzuwarten, ob sich die modernen Kräfte wie Röttgen gegen die ständigen Querschüsse der Dinosaurier in der Partei durchsetzen können.

    Die Höhe der Kernbrennstoffsteuer wird ein erster Hinweis sein. Wird sie wieder auf die ursprünglich geplanten 220 Euro angehoben - oder gilt weiter "Steuerleichterungen für Hoteliers und die Atomindustrie"?

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