Verbandsvorsitzender kündigt Widerstand an
Bundeswehrverband gegen Sudan-Einsatz

Der Bundeswehrverband hält nichts von einem möglichen Einsatz der Bundeswehr im Sudan. Verteidigungsminister Struck hatte eine Entsendung nicht ausgeschlossen.

HB BERLIN.

Der Bundeswehrverband lehnt den von Verteidigungsminister Peter Struck ins Spiel gebrachten möglichen Einsatz deutscher Soldaten in Sudan ab. «Bei der Häufigkeit der Äußerungen des Ministers zu dem Thema wird mir unwohl», sagte der Verbandsvorsitzende Bernhard Gertz dem «Tagesspiegel am Sonntag». Die Bundeswehr befinde sich aufgrund ihres Engagement im Kosovo und in Afghanistan «schon jetzt in der Gefahr akuter Überforderung.»

Gertz, dessen Verband rund 220.000 Soldaten und Angehörige vertritt, kündigte Widerstand an, falls Struck die Entsendung von Bundeswehrkontingenten ernsthaft in Erwägung ziehen sollte. «Das würden wir zu verhindern versuchen», sagte Gertz. Denkbar seien allenfalls Hilfsleistungen für eine UN-Operation. «Aber solche logistischen Hilfen müssten zeitlich und zahlenmäßig eng begrenzt sein.» Auch die militärische Führung der Bundeswehr stehe einem Afrika-Einsatz ablehnend gegenüber, erklärte Gertz. «Ich bin mir sicher: Die Spitze will das nicht.»

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