Verbraucherschützer Klaus Müller
„Dass VW mit zweierlei Maß misst, ist inakzeptabel“

PremiumDeutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller zieht nach einem Jahr VW-Skandal eine ernüchternde Bilanz. Im Interview wirft er dem Autokonzern vor, Betroffene in Europa wie Kunden zweiter Klasse zu behandeln.

BerlinKlaus Müller kritisiert, dass noch viele VW-Kunden auf eine Entschädigung für ihre manipulierten Fahrzeuge warten. Im Interview fordert der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) von der Politik, mehr Druck auf den Konzern auszuüben.

Herr Müller, US-Kunden bietet VW einen Rückkauf der Fahrzeuge oder eine Entschädigung im Rahmen eines Vergleichs an, nicht aber den Kunden in Europa. Wie bewerten Sie das?
Volkswagen hat weltweit seinen Kunden unzulässige Dieselfahrzeuge verkauft. Dass das Unternehmen bei der Wiedergutmachung mit zweierlei Maß misst, ist nicht akzeptabel. Langzeitfolgen wie ein möglicher Wertverlust der betroffenen Fahrzeuge müssen in Europa derzeit allein von den Besitzern getragen...

 
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