Verbraucherschutz
Aigner will Höhe von Dispozinsen begrenzen

Die Kreditzinsen auf den Girokonten der Banken sind teuer und intransparent. Jetzt fordert Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner die Höhe der Dispozinsen für Girokonten ausnahmslos zu begrenzen.
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DüsseldorfBundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) plädiert dafür, die Höhe der Dispozinsen für Girokonten einheitlich zu gestalten. "Bei den Dispozinsen ist zweifellos noch deutlich Luft nach unten", sagte Aigner der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vom Samstag. "Es wäre sinnvoll, wenn sich die Banken auf eine Richtgröße festlegen könnten, an der sich die Dispozinsen orientieren", fügte sie hinzu.

Die Richtgröße könne etwa der Zins der Europäischen Zentralbank sein, sagte Aigner der Zeitung. Auch ein anderer Parameter sei jedoch denkbar. "Wichtig aber ist, dass es eine Orientierung für die Dispozinsen gibt, davon sollte es dann auch keine Ausnahmen geben", sagte die Ministerin.

Einer Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge belegen Banken und Sparkassen in Deutschland Dispokredite im Durchschnitt mit zweistelligen Überziehungszinssätzen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lehnte eine gesetzliche Begrenzung der Höhe von Dispozinsen zuletzt klar ab.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Verbraucherschutz: Aigner will Höhe von Dispozinsen begrenzen"

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  • Wenn der Zins der EZB der Maßstab wird (oder der Zins gesetzlich/planwirtschaftlich massiv nach unten reguliert wird), dann wird sehr wahrscheinlich eins passieren, die Banken werden die Dispokredite der Kunden massiv aufkündigen und das Produkt wird es zukünftig wohl kaum noch geben. Was hier nämlich die wenigsten wissen, Dispos werden meißtens Blanko gewährt. Die Bank hat also ein nicht unerhebliches Ausfallrisiko wofür diese durch die aktuelle politische Gesetzgebung/nach Bankenaufsichtsrecht Risikokosten einzupreisen hat. Dazu kommen noch nicht unerhebliche Kosten für die neuen politisch gewollten und bankenaufsichtsrechtlich geforderten Liquiditätsvorschriften. Diese müssen alle in den Dispozins mit einkalkuliert werden. Passiert das nicht, kann die Bank aus zwei Gründen keinen Dispokredit mehr anbieten. Erstens kann sie es sich nicht mehr leisten, da ein erhebliches Verlustgeschäft entsteht und zweitens würde der Gesetzgeber in Form der Bankenaufsicht dann wieder Druck auf die Banken ausüben, da die Banken Risiken eingehen, die auf anderer Seite nicht (durch Einnahmen/Risikoaufschläge) abgesichert sind.

    Ob das dann zum Vorteil für die Kunden gereicht, möchte ich doch mal mehr als bezweifeln.

    Außerdem möchte ich hier mal die Frage stellen, in wie weit die Politik hier noch Glaubwürdigkeit verdient. Auf der einen Seite fordert die Politik durch ihre geschaffene Bankenaufsicht harte Regeln an die sich die Banken halten sollen und auf der anderen Seite möchten Politiker wie Frau Aigner Dispopreise verordnen, die die Banken gleich wieder zwingen diese aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu brechen. Da passt doch was nicht!

    Zu guter Letzt, hat mal jemand geschaut wie das beispielsweise in den USA läuft?!? Dort gibt es keine Dispokredite. Hier läuft alles über (die ähnliche Leistungen anbietende) Kreditkarte und das auch bei Zinssätzen bis zu 20%. Also wo bitte sind dann die Zinsen hier in Deutschland mit im Durchschnitt um die 11% völlig überzogen?!?

  • Sie sollte lieber dafür sorgen, dass sich die Intelligenz der Massen erweitert. Den Dispo überziehen nur die "Dummen".
    Unter einem bestimmten Einkommen sollte sowieso nur ein Gurthabenkonto möglich sein. Bei Leuten dieser niedrigen Gehaltsklasse ist schon der normale Dispo der Anfang in die Schuldenfalle.

  • netshadow
    Volle Zustimmung
    Wer auf Dispo nach Malle fliegt, weil man den großen Mann spielen muß, ist selber Schuld

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