Verdi-Chef will Anhebung von zwei Prozent
Bsirske für Begrenzung von Minijobs im Haushalt

Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, fordert eine Beschränkung der Minijobs auf den haushaltsnahen Bereich. Damit unterstützt Bsirske einen Vorschlag der Hartz-Kommission, die dieses ebenfalls bereits schon einmal zum Thema gemacht hatte.

HB BERLIN. Man müsse das Scheunentor schließen, sonst werde sich der Drehtüreffekt weiter fortsetzen, sagte Bsirske am Montag im Deutschlandradio Berlin. Es gebe zwar Effekte bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit, allerdings sehr begrenzt. Für das Jahr 2002 hätten schätzungsweise 3,8 Millionen Privathaushalte eine Putz- und Haushaltshilfe beschäftigt. Bei der Minijob-Zentrale der Bundesknappschaft seien im September 2004 allerdings nur knapp 90 000 Beschäftigungsverhältnisse gemeldet gewesen. „Ein Abbau von Schwarzarbeit ist sicherlich geschehen, aber noch lange, lange nicht in der erhofften Wirkung“, sagte Bsirske.

Der Verdi-Vorsitzende kritisierte außerdem die Verlagerung von regulären Arbeitsplätzen in Minijobs. Im Jahr 2003 seien 563 000 reguläre Arbeitsplätze weggefallen, dagegen seien 523  000 geringfügige Beschäftigungen hinzugekommen. Bsirske sprach dabei von einem Nullsummenspiel.

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