Vereiteltete Bahn-Anschläge
Kofferbomber-Anwalt spricht von „großer Terrorzelle“

Neue Entwicklung im Kofferbomben-Fall: Die Gruppe der mutmaßlichen Täter ist nach Aussage eines Strafverteidigers größer als bislang angenommen. Von einer „Menge brisanter Informationen“ ist die Rede.

HB BERLIN. „Diese Terrorzelle ist größer, viel größer“, zitierte das Magazin „Cicero“ Fawaz Zakaria, der dem Vorabbericht zufolge Anwalt des im Libanon inhaftierten Hauptverdächtigen Jihad Hamad ist. Er habe eine Menge brisanter Informationen, die vor allem für die deutschen Ermittler von Nutzen sein würden.

Nach Darstellung des Anwaltes ist Hamad lediglich „das letzte Glied in dieser Kette des Terrors“. Für seinen Mandanten rechne er im Libanon mit einer Freiheitsstrafe zwischen einem und 15 Jahren. „Aber eigentlich müssten andere für die Tat zur Rechenschaft gezogen werden. Der Prozess wird noch vieles ans Licht bringen“, wurde Zakaria zitiert.

Bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe war am Mittwoch zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Nach Erkenntnissen der Ermittler deponierte Hamad gemeinsam mit dem zweiten Hauptverdächtigen Youssef Mohamed El Hajdib im Kölner Hauptbahnhof zwei Kofferbomben in Regionalzügen. Die Sprengsätze wurden gezündet, explodierten aber wegen eines Konstruktionsfehlers nicht. El Hajdib sitzt in Deutschland in Haft, Hamad im Libanon.

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