Verteidigung
Ohne Rücksicht auf Verluste

PremiumUrsula von der Leyen möchte Rüstungsprojekte der Bundeswehr und industriepolitische Entscheidungen trennen. Bei den ersten eigenen Projekten der Verteidigungsministerin spielt Jobsicherung keine Rolle mehr.

Berlin, FrankfurtDie Liste der Argumente ist lang, aber zugleich auch auffallend kurz. Das Verteidigungsministerium hat gerade die ersten milliardenschweren Rüstungsentscheidungen seit mehreren Jahren gefällt, für das Luftverteidigungssystem Meads und ein neues Kriegsschiff.

Und wer nach den Gründen fragt, bekommt allerlei plausible Antworten: die einfachere Zusammenarbeit mit befreundeten Streitkräften etwa oder die günstigeren Kosten über die gesamte Lebensdauer. Was man nicht zu hören bekommt, ist hingegen das Argument, Arbeitsplätze in der heimischen Industrie zu sichern.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich öffentlich vorgenommen, die Rüstungsprojekte der Bundeswehr strikt zu trennen von industriepolitischen Erwägungen. In der jahrzehntelang eingeübten Vermischung von...

 
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