"Völlig abwegig und verfassungswidrig
Arbeitgeber gegen Tarifboni für Gewerkschaftsmitglieder

Der Versuch der nordrhein-westfälischen IG Metall, ihre Mitglieder mit besonderen Vergünstigungen in Firmentarifverträgen enger an sich zu binden, ist bei Arbeitgebern auf harte Kritik gestoßen.

BERLIN. "Ich halte solche Tarifverträge für völlig abwegig und verfassungswidrig," sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) Reinhard Göhner dem Handelsblatt. Göhner schloss aus, dass "ein einziger Arbeitgeberverband" bereit sein werde, "jemals einen solchen Vertrag abzuschließen". Weiter sagte Göhner, die IG Metall solle sich "lieber daran beteiligen, vertretbare Regelungen in unseren Branchentarifverträgen zu erreichen". Dann gebe es auch weniger Unternehmen, die aus dem Flächentarifvertrag ausstiegen.

Auch Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser schloss aus, dass Sonderkonditionen für Gewerkschaftsmitglieder Einzug in zwischen Gewerkschaften und Verbänden abgeschlossene Flächentarife halten könnten. "Wir machen nichts mit, was Belegschaften spaltet und das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit im selben Betrieb verletzt", sagte Kannegiesser dem Handelsblatt. Die Gewerkschaften sollten sich "besser durch überzeugende Mitarbeit bei Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen profilieren".

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