Vor Wahl
Viele Menschen vertrauen Gauck

Die Erwartungen sind enorm: Wenn Joachim Gauck an diesem Sonntag zum neuen Präsidenten gewählt wird, kann er auf große Zustimmung bauen. Die Wünsche, zu welchen Fragen er Worte finden soll, sind vielfältig.  
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BerlinJoachim Gauck geht mit großem Vertrauensvorschuss der Bürger in die Wahl zum Bundespräsidenten. Das voraussichtliche neue Staatsoberhaupt halten 80 Prozent der Deutschen für glaubwürdig, wie eine Umfrage für die ARD-Sendung „Günther Jauch“ ergab. Gut ein Drittel (37 Prozent) weiß allerdings noch nicht, wofür der 72-Jährige steht. Neben dem großen Thema der Freiheit wird von Gauck erwartet, zu anderen Fragen wie dem Euro oder dem Rechtsextremismus Position zu beziehen.

Die Wahl des von Union, FDP, SPD und Grünen unterstützten Kandidaten an diesem Sonntag in der Bundesversammlung in Berlin gilt als sicher. Für die Linke kandidiert die Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld. Die Bundesversammlung tritt um 12.00 Uhr im Reichstag zusammen. Zuvor wird es Fraktionssitzungen sowie einen ökumenischen Gottesdienst geben.

Die FDP-Vizevorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sagte, Gauck werde ein Bürgerpräsident sein, der in der Mitte der Gesellschaft stehe und viele Menschen ansprechen könne. „Er hat Empathie und ist unprätentiös, er ist staatsmännisch und bürgernah“, sagte die Bundesjustizministerin dem „Hamburger Abendblatt“ (Samstag). Sie verwies darauf, dass die FDP „ganz entscheidend in einer schwierigen Situation einen Mann mehrheitsfähig gemacht“ habe, der die „richtige Wahl zur richtigen Zeit“ sei. Die Liberalen hatten Gauck gegen Widerstand der Union in der Koalition durchgesetzt.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, rechnet mit einem Eintreten Gaucks für Toleranz und gegen Rechtsextremismus. „Ich bin zuversichtlich, dass sich der künftige Bundespräsident klar für die freiheitliche Demokratie, gegen Diskriminierung und Antisemitismus positionieren sowie ein Engagement des Herzens für das Existenzrecht und die Sicherheit Israels zeigen wird“, sagte er „Handelsblatt Online“.

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  • Smile.
    Das sehe ich auch so. Wir bekommen die Bestätigung ja alle vier Jahre wieder!
    So lange die Menschen nicht aufwachen und endlich eine echte Opposition zu diesem Einheitsbrei der etablierten linksfaschistischen Parteien wählen, können die uns in Ruhe weiter in Grund uns Boden regieren, was sie auch tatsächlich beherzt machen!!!

  • Wenn ich heute immer lese, was das Volk will, oder was das Volk nicht will und wie die Zustimmung, bzw. Ablehnung bei diesem oder jenem ist, dann kommt mir immer in den Sinn, was mein Lehrer uns ans Herz legte, als wir über plebiszitäre Elemente in der Demokratie sprachen. Zwei fundamentale Wahrheiten bat er uns immer zu bedenken! 1.Das Unglück der Menschen beruht weit mehr auf ihrer Dummheit, als auf ihrer Schlechtigkeit. Und noch wichtiger 2. Mit der Mehrheit ist die Doofheit!!! Er hatte Recht!!

  • Das voraussichtliche neue Staatsoberhaupt halten 80 Prozent der Deutschen für glaubwürdig, wie eine Umfrage für die ARD-Sendung „Günther Jauch“ ergab. Gut ein Drittel (37 Prozent) weiß allerdings noch nicht, wofür der 72-Jährige steht.(Zitat)

    Ja – da kann der neue Präsident für die noch nicht genau Bescheid wissenden 37% gleich Klarheit schaffen und in seiner Antrittsrede vielleicht auch unbequeme Themen behandeln. Wie wäre es einmal mit der Verletzung von Menschenrechten in Afghanistan. Da werden mitternächtlich – einfach von einem oder mehreren GI’s die Kinder in diesem Land erschossen und dann…..? Warum kommen diese Täter zumindest nicht vor einen internationalen UN Gerichtshof? Es gibt ja schon mehr als einen Fall von Zivilisten- Tötungen durch Drohnen usw.

    Solche Themen passen nicht zu Sekt und Häppchen – wird es wahrscheinlich heißen - natürlich! Und dann die Täter waren ja auch keine Deutsche?
    Doch der Krieg in Afghanistan ist ein gemeinschaftlicher- und zu Tätern werden alle – ob man das will oder nicht! Gut- es werden hier zumindest andere Punkte noch erwähnt als da sind : „Neben dem großen Thema der Freiheit wird von Gauck erwartet, zu anderen Fragen wie dem Euro oder dem Rechtsextremismus Position zu beziehen „(Zitat). Für Gauck spricht immerhin – er ist kein „Schönredner“. Aber es wird wohl nicht einfach sein, denn inzwischen gilt die Devise: Präsident wird man leicht – aber bleiben –das ist schon schwieriger!

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