Vorstandswahl
CDU-Delegierte verpassen Merkel Mini-Dämpfer

Die CDU hat Angela Merkel bei ihrer Wiederwahl zur Vorsitzenden den Rücken gestärkt. Allerdings versehen mit einem kleinen Dämpfer. Auf dem Parteitag in Karlsruhe erhielt die 56-Jährige zwar 90 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Vor zwei Jahren hatte sie aber noch knapp 95 Prozent bekommen. Gleichwohl zeigte sich Merkel zufrieden.
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HB KARLSRUHE. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist für weitere zwei Jahre zur Vorsitzenden der CDU gewählt worden. Beim Parteitag in Karlsruhe stimmten am Montag 90,4 Prozent der Delegierten für die 56-jährige Bundeskanzlerin. Merkel führt die CDU bereits seit dem Jahr 2000.

Vor dem Hintergrund der mäßigen Umfragewerte, dem schlechten Start der schwarz-gelben Regierung und der internen Debatte über das konservative Profil der Partei war Merkels Wahlergebnis mit Spannung erwartet worden. Ein Ergebnis von unter 90 Prozent hätte als eine Art Denkzettel gegolten. Vor zwei Jahren hatte Merkel beim Parteitag in Stuttgart 94,8 Prozent der Stimmen auf sich vereint.

Gleichwohl wertete Merkel das Ergebnis als „tollen Vetrauensbeweis“. „Erstmal freue ich mich natürlich unglaublich über das Vertrauen, das mir mit diesem Wahlergebnis entgegengebracht wurde“, sagte sie. „Wir haben ja nicht nur einfache Tage hinter uns, und das ist schon ein toller Vertrauensbeweis“. Für sie sei das „natürlich auch eine Aufforderung, für diese tolle CDU ganz intensiv weiterzuarbeiten und die einzelnen Meinungen auch mit aufzunehmen, damit wir ein möglichst breites Spektrum haben und auch Volkspartei bleiben können.“

Unions-Fraktionschef Volker Kauder gab eine ähnliche Bewertung ab. „Wir haben sowohl bei der Parteivorsitzenden und auch beim Generalsekretär ein wirklich sehr gutes Ergebnis. Alles was 90 plus ist, ist hervorragend“, sagte der CDU-Politiker. Es sei ja überhaupt keine Frage, „dass es auch kritische Töne in der Partei gab darüber, wie das erste Jahr in der Koalition abgelaufen ist.“ Mancher habe gedacht, „da wird keine Neun davorstehen. Wir sind sehr zufrieden, die Bundeskanzlerin auch, und das Ergebnis zeigt, dass die Partei geschlossen dasteht.“

Die CDU-Vorsitzende hatte zuvor ihre beiden bisherigen Stellvertreter Roland Koch und Jürgen Rüttgers betont herzlich verabschiedet. Die ehemaligen Ministerpräsidenten von Hessen und Nordrhein-Westfalen, die nicht mehr für den neuen CDU-Vorstand kandidierten, wurden von den rund 1 000 Delegierten mit stehenden Ovationen bedacht. Nicht anwesend war auf dem Parteitag von den bisherigen Vizeparteichefs nur der inzwischen zum Bundespräsidenten gewählte Niedersachse Christian Wulff.

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  • Minidämpfer? Nein Sie hat keinen Dämpfer erhalten. Wie kann ein denkender Mensch, so ein Wesen wählen, dass Deutschland nur vernichten will. Man sehe nur ihre erfolgreiche Arbeit beim Schulden machen. Steuern erhöhen und die höchst Verschuldung erreichen.

  • „... und die einzelnen Meinungen auch mit aufzunehmen, damit wir ein möglichst breites Spektrum haben und auch Volkspartei bleiben können“. Na prima, die einen wollen dies und die anderen wollen das Gegenteil davon und dann bilden wir die Synthese und haben die Volkspartei. Jedenfalls verstehen wir jetzt endlich alle, warum wir mit Frau Merkel nicht vom Fleck kommen!

  • Nö, Männerquote wäre dumpf. Lass sie sich austoben, denn sie werden sehen, was sie davon haben.
    Außerdem sind so Minister wie Schröder keine "Frauen". Die sind so lila wie Schokolade...

    Obwohl, die idees mit Alice Schwarzer hat einen gewissen Charme, wo die jetzt auch für blöd schreibt, der Leib- und Magenpostille aller schlechten und rechten Deutschen.

    Was mal wieder beweist, dass bigotterie und Verblendung kein Geschlechtsspezifikum sind.

    immerhin haben die letzten 3 Monate dafür gesorgt, dass der schwarz-grüne Alptraum b.a.w. erledigt ist. Ganz nett, ich will ja nicht zu viel frohlocken, aber mal edlich ein Anfang: Mit den aktuellen als "Reformen" titulierten und damit alle Reformen der Geschichte beleidigenden Maßnahmen fängt die Tigerente endlich an zu handeln. Natürlich zum Nachteil des deutschen Volkes. Was SONST!

    Eine artige Demaskierung…

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