Wachstum nimmt ab
Erwerbstätigenzahl Ende 2016 auf Rekordhoch

Seit der Wiedervereinigung waren in Deutschland noch nie so viele Menschen erwerbstätig wie aktuell. Die Beschäftigungszahl wuchs allerdings nicht mehr so kräftig. Dienstleistungsberufe sind angesagt.
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WiesbadenDer Boom auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich dank der guten Konjunktur zum Jahresende fortgesetzt. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in der Bundesrepublik wuchs im vierten Quartal um 0,6 Prozent oder 267.000 Menschen gemessen am Vorjahresmonat. Damit zählte das Statistische Bundesamt zum Jahresende mit 43,7 Millionen Erwerbstätigen einen Rekord seit der Wiedervereinigung, wie es am Donnerstag in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte.

Allerdings legte die Beschäftigung in geringerem Tempo zu. Im ersten Quartal hatte das Plus binnen Jahresfrist noch 1,3 Prozent betragen, im zweiten Quartal 1,2 Prozent und im dritten Quartal 0,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Zahl der Erwerbstätigen im vierten Quartal um 0,2 Prozent oder 99.000 Menschen. Damit war das Plus laut der Behörde um rund ein Drittel geringer als der entsprechende durchschnittliche Anstieg in den vergangenen fünf Jahren (plus 158.000 Personen). Bereinigt um Saisonschwankungen ergab sich ein Zuwachs von 0,1 Prozent zum Vorquartal.

Zusätzliche Jobs entstanden gemessen am Vorjahresquartal weiter vor allem in Dienstleistungsberufen, darunter öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit (plus 172.000 Menschen), Unternehmensdienstleister (plus 112.000) sowie Handel, Verkehr und Gastgewerbe (plus 34.000). Im Produzierenden Gewerbe sank die Erwerbstätigenzahl hingegen um 49.000 Menschen, während sie im Baugewerbe um 19.000 stieg. In der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei nahm die Beschäftigung um 11.000 Menschen ab.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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