Wähler misstrauen den Parteien
Wähler geben der SPD wieder mehr Chancen

Die SPD bewegt sich langsam raus aus dem Umfragetief der vergangenen Monate. Wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären, kämen die Sozialdemokraten von Bundeskanzler Gerhard Schröder auf 26 Prozent. Das sind nach dem ARD-Deutschlandtrend von Infratest- Dimap für den „Bericht aus Berlin“ im Dezember zwei Prozentpunkte mehr als vor vier Wochen.

HB BERLIN. CDU und CSU hätten aber weiterhin eine absolute Mehrheit von 51 Prozent. Die Debatte um Kürzungen im Sozialbereich hat der Umfrage zufolge dem Ansehen sowohl von SPD als auch von Union geschadet.

Nach der Umfrage bleiben die Grünen bei zehn Prozent. Die FDP verliert einen Punkt und kommt auf sechs Prozent. Die PDS sackt ebenfalls um einen Punkt ab und erreicht drei Prozent. Befragt wurden zwischen dem 1. und 3. Dezember 1200 Wahlberechtigte. Drastisch angestiegen ist der Anteil der Bundesbürger, die keine Partei für sozial kompetent halten: mit 24 Prozent ist das mittlerweile fast jeder Vierte. Die Sozialdemokraten büßen nach der Diskussion um die „Agenda 2010“ im Vergleich zum Oktober neun Punkte ein. Nur noch 24 Prozent halten die SPD für die Partei, die am besten für soziale Gerechtigkeit sorgt. Allerdings kann auch die Union hier nicht punkten. Unverändert entscheidet sich nur knapp ein Drittel (32 Prozent) hier für CDU und CSU.

35 Prozent sprechen sich für die CDU-Vorsitzende Angela Merkel aus, wenn nach dem geeignetsten Kanzlerkandidaten der Union für 2006 gefragt wird. Merkel gewinnt im Vergleich zum Oktober neun Punkte dazu und zieht gleich mit CSU-Chef Edmund Stoiber, für den sich ebenfalls 35 Prozent (-5) aussprechen. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) verliert ebenso fünf Punkte und erreicht nur noch 17 Prozent.

Trotz dieser guten Stimmung für Merkel lehnen die Befragten ihre zentralen Reformvorschläge ab. Im Gesundheitssystem wollen nur 16 Prozent die von Merkel favorisierte Kopfpauschale. 70 Prozent sprechen sich für eine Bürgerversicherung aus, die von der SPD bevorzugt wird.

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