Wahlbeteiligung 1999 erschreckend gering
Rückblick: NRW-Kommunalwahl 1999

Nach der Kommunalwahl 1999 färbte sich die politische Landkarte in Nordrhein-Westfalen überwiegend schwarz. Ein Desaster für die Sozialdemokraten, die sich nun nicht länger in ihrem ehemaligen „Stammland“ als stärkste politische Kraft auf kommunaler Ebene behaupten konnten.

HB DÜSSELDORF. Bei der Kommunalwahl 1999 kam die CDU landesweit auf 50,3 Prozent, die SPD stürzte auf 33,9 Prozent ab. Fünf Jahre zuvor war noch die SPD stärkste politische Kraft auf kommunaler Ebene geworden. Die Grünen verteidigten vor fünf Jahren mit 7,3 Prozent ihren dritten Platz vor der FDP, die 4,3 Prozent erreichte.

Vor allem bei der erstmaligen Direktwahl von Bürgermeistern und Landräten färbte sich die politische Landkarte nahezu durchgehend schwarz. CDU-Kandidaten gewannen in zwei Drittel der 396 Städte und Gemeinden. Nur jeder fünfte Bürgermeister hat seitdem noch ein SPD- Parteibuch. Noch klarer ist die CDU-Dominanz in den Landkreisen. Die Union stellt 28 Landräte, die SPD nur 2. In 192 Kommunen konnte die CDU mit absoluter Mehrheit regieren, die SPD nur in 2.

Besonders spektakulär waren die Wahlergebnisse im Ruhrgebiet. Die SPD musste in Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm und Mülheim die Chefsessel in den Rathäusern für die CDU räumen. Bei einer Nachwahl konnte die SPD aber den Posten des Oberbürgermeisters in Mülheim inzwischen zurückgewinnen. Mit 55 Prozent fiel die Wahlbeteiligung 1999 so gering aus wie bei keiner Wahl zuvor. Vor allem in den SPD- Hochburgen im Ruhrgebiet blieben viele Wähler zu Hause.

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