Wahlniederlage
Die Liberalen am Boden

Auch unter Phillip Rösler kommt die FDP nicht aus der Krise. Nach der krachenden Wahlniederlage in Mecklenburg-Vorpommern, sind die Liberalen nur noch in zwölf Landtagen vertreten. Rösler muss die Partei erneuern.
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Für die Liberalen kam es noch schlimmer als gedacht: Bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern rutschte die FDP von fast zehn auf nur noch drei Prozent. Damit ist sie nun schon in vier deutschen Landtagen nicht mehr präsent. Auch in den bundesweiten Umfragen liegen die Liberalen erneut unter fünf Prozent.

Es ist jedoch nur ein vorläufiger Tiefpunkt für die Partei von Philipp Rösler. Und das ist noch lange nicht das Ende: In Berlin, wo in zwei Wochen gewählt wird, ist der Rauswurf aus dem Abgeordnetenhaus schon jetzt so gut wie sicher. In den Umfragen jedenfalls liegen die Liberalen der Hauptstadt schon seit einem Jahr konstant unter der Fünf-Prozent-Marke. Die Beruhigungsversuche und Geschlossenheitsappelle der führenden Liberalen werden also keine Wirkung zeigen.

Die Erneuerung der Partei, die vor nicht einmal zwei Jahren nach einem historischen Wahlergebnis mit stolzgeschwellter Brust in die Bundesregierung einzog und mittlerweile am Boden liegt, hat gerade erst begonnen. Das gilt sowohl programmatisch als auch personell.

An einem Abschied von Guido Westerwelle als Außenminister wird die Partei wohl nicht herumkommen. Denn auch wenn sie ohne ihren Ex-Parteichef noch nicht automatisch besser dasteht, wird sie mit ihm keine Ruhe in die Personaldiskussion bringen können. Daneben bleibt der Partei nur die sachliche Kärrnerarbeit.

Kommentare zu " Wahlniederlage: Die Liberalen am Boden"

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  • Rösler selber ist doch das beste Beispiel für deutsche Dolce Vita und spätrömische Dekadenz!

    Er lässt sich das Studium von der Bundeswehr zahlen und erhält obendrein noch seinen Wehrsold! Laut seinem Lebenslauf war von 1992 bis 2003 bei der Bundeswehr, laut den Unterlagen der Bundeswehr, bedingt das Medizinstudium eine Dienstzeit von mindestens 17 Jahren!

    Rechnet man da Jahr 1992 als ganzes mit dazu, hätte Herr Rösler mindestens bis zum Jahr 2008 bei der Bundeswehr bleiben müssen! Er hat diese aber bereits 2003 verlassen.

    Dieser Mann hat Zeit seines Lebens nur von unseren Steuergeldern gelebt und daran wird sich nie wieder etwas ändern!

  • Oky
    Schwuchterwelle hat das mitinitiiert, aber dank dem Apperat hinter Rösler hoffe ich auf einen letzten Funken, gegen dir großen Dunkelheit, die senilen €-Befürworter bringen wollen.

    ### wir befürworten eindeutig den Rauschmiss der Dolce-Vita Staaten aus dem €-Raum ###

    Wer soll es machen, wenn nicht die FDP
    gibt es irgendwo anders noch Realisten gegen den €?

  • @ anschy
    Bis vor ca. 20 jahren galt das wohl. Doch die fleissigen, aufrechten Greise sind grösstenteils nicht mehr unter uns, sondern lediglich tatterige Opportunisten vom Schlage Merkle und Schäubel haben wohl das Sagen.

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