Wandel bei den Grünen
Atomkraft – doch nicht „nein danke“

Beim Thema Atomausstieg scheint sich bei den Grünen ein Wandel abzuzeichnen. Erstmals sind Stimmen zu vernehmen, die eine Verlängerung der Laufzeiten von Atommeilern nicht mehr ausschließen wollen.

HB HAMBURG. "Eine Verlängerung der Laufzeiten für moderne Kernkraftwerke scheint mir bei rationaler Risikoabwägung durchaus diskutabel", sagte der ehemalige Chef der hessischen Grünen, Hubert Kleinert, dem "Spiegel" laut Vorabbericht. Die Milliardengewinne aus dem Weiterbetrieb der Reaktoren könnten in den Ausbau erneuerbarer Energien gesteckt werden, sagte der frühere Bundestagsabgeordnete.

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) warnte seine Partei davor, den Bau von neuen Kohlekraftwerken zu blockieren. "Ich glaube nicht, dass wir in den kommenden Jahren allein mit erneuerbaren Energien auskommen", sagte er. "Deswegen müssen wir darüber diskutieren, ob wir nicht für einen Übergangszeitraum neue und effiziente fossile Kraftwerke brauchen."

Die Grünen-Spitze lehnt eine Verlängerung der Laufzeiten bisher kategorisch ab. Sie schließt Koalitionen mit der CDU/CSU für den Fall aus, dass die Union auf einem Wiedereinstieg in die Nutzung der Atomenergie beharren sollte.

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