Warnung
Molkereien halten Freude der Milchbauern für verfrüht

Die Freude der Bauern über das Einlenken großer Einzelhandelsketten ist womöglich verfrüht. "Ich bin überzeugt, dass die Aktion von Lidl den Preis für die Landwirte nur minimal verbessert", sagte Nordmilch-Vetriebsvorstand Martin Mischel.

HB BERLIN. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte Mischel: "Sie werden dadurch vielleicht 0,3 Cent pro Liter mehr erhalten." Nordmilch ist einer der größten deutschen Milchverarbeiter.

Zehn Tage hatten die Bauern mit einem Milchliefer-Streik für einen höheren Milchpreis demonstriert. Statt der derzeit üblichen 27 bis 35 Cent wollten sie 43 Cent pro Liter.

Nachdem am Donnerstag zahlreiche Einzelhändler angekündigt hatten, dass sie über die Preise verhandeln wollen, beendeten die Milchbauern ihren Lieferstreik.

Mischel wies darauf hin, dass Lidl nur die Preise für Butter und Milch erhöhen wolle. "Der Hauptteil der von den Bauern gelieferten Milch wird aber für die Herstellung von Käse, Milchpulver, Quark oder Joghurt verwendet."

Er habe Verständnis dafür, dass die Bauern Sicherheit fordern. "Aber das Problem lässt sich ganz sicher nicht damit lösen, dass wir einfach Preise vereinbaren, die mit den Realitäten nichts zu tun haben." Nordmilch zahle seinen Lieferanten 30 Cent. "Das entspricht dem, was der Markt momentan hergibt."

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