Wegen Anwaltsfehler
Juristischer Ärger für Bundesminister Jung

Verteidigungsminister Josef Jung (CDU) hat wegen einer früheren Tätigkeit als Rechtsanwalt juristischen Ärger. Eine ehemalige Mandantin fordert wegen angeblicher Fehler Jungs in einem Zivilprozess Schadenersatz in Höhe von 1,2 Mio. Euro.

HB WIESBADEN. Am Mittwoch trafen sich beide Parteien vor dem Landgericht Wiesbaden. Der aus Hessen stammende Jung ließ sich in der mündlichen Erörterung durch Anwälte vertreten. Er war vor rund acht Jahren für die Rentnerin aus der Nähe von Wiesbaden vor Gericht gezogen, weil sie einen Kaufvertrag für eine Immobilie rückgängig machen wollte. Der Prozess ging verloren.

Dem erworbenen Haus samt großem Grundstück fehlte eine ordnungsgemäße Zufahrt, der Wasseranschluss durch einen Brunnen wurde von den Behörden für illegal erklärt und musste zugeschüttet werden. Einige Gutachter schätzten den Wert für Haus und Grundstück auf etwa die Hälfte der bezahlten rund 900 000 Euro (1,7 Mio. Mark). Ein vom Gericht eingesetzter Obergutachter ermittelte aber einen höheren Preis, worauf die Klage nach mehreren Instanzen mit einer Niederlage endete.

Nach Ansicht der Klägerseite hat Jung taktische Fehler bei der Prozessführung begangen. Unter anderem habe er rechtzeitig den Obergutachter ablehnen müssen. Jungs Anwälte wiesen die Vorwürfe zurück.

Eine Entscheidung will das Landgericht am 26. August bekanntgeben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%