Werben um die älteren Bürger
CDU und CSU warten auf die „Generation 60 plus“

Anerkennung und Sicherheit im Alter verspricht die SPD in ihrem Wahlmanifest. Die Union betont in ihrem Programm die Verlässlichkeit der Rente und der Absicherung des Pflegefallrisikos. Die beiden großen Volksparteien kennen das Sicherheitsbedürfnis der älteren Bürger - und deren Bedeutung für den Wahlausgang.

DÜSSELDORF. Schon heute stellt die Generation 60 plus ein Drittel aller Wahlberechtigten. Da die Älteren besonders eifrig zur Wahl gehen und vor drei Jahren bei der Bundestagswahl 84 Prozent dieser Altersgruppe für die Union oder die SPD votiert haben, wollen die Volksparteien sie nicht verunsichern. Die Rentenklarheit, wie sie die Sozialexperten Bert Rürup und Bernd Raffelhüschen predigen, findet sich in keinem Wahlprogramm. Viola Neu, Wahl- und Parteienforscherin der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung sieht in dem Rückgang der Unionsstimmen bei den älteren Wählerinnen, die bis 1994 die stärkste Bastion der Union waren, den Grund für die Wahlniederlagen von 1998 und 2002.

Das große Gewicht der Generation 60 plus für die Union zeigen die vom statistischen Bundesamt veröffentlichten Ergebnisse der Wahlstatistik von 2002. Danach waren 39,3 Prozent der Unionswähler 60 Jahre und älter. Bei der SPD lag der Anteil bei 32,9 Prozent.

Der große Erfolg der Union unter den Älteren war allerdings auf Westdeutschland beschränkt. In den alten Bundesländern erhielten CDU/CSU 49,7 Prozent der Zweitstimmen der mindestens 60-Jährigen, in den neuen Bundesländern und Berlin-Ost kam die CDU bei den Älteren nur auf 29 Prozent.

Gelingt es der Union, bei der Bundestagswahl 2005 ihren Vorsprung in der Generation 60 plus auszubauen, brächte dies Angela Merkel der Kanzlerschaft deutlich näher.

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