What's right?
Die Schlägertrupps der Linkspartei

Die jüngsten Krawalle von Frankfurt schockieren die Republik. Dabei ist der Linkspartei für einen Moment die Maske der Friedfertigkeit verrutscht. Diesmal sah man dahinter die Fratzen linker Schlägertrupps.
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Für die einen ist Gregor Gysi Hellseher, für die anderen ein geistiger Brandstifter. Kurz vor den Krawallen in Frankfurt erklärt er in einem Interview mit der „Huffington Post“, warum linke Gewalt nicht so schlimm sei, rechte aber schon: „Der Rechtsextremismus wendet sich immer gegen Schwache, der Linksextremismus gegen Starke,“ stellt Gysi doch tatsächlich fest, als sei der Schädelbruch nach einem linken Steinwurf irgendwie besser.

Gysi sieht das so: „Ich mache da einen Unterschied. Es ist eine ganz andere Herausforderung, Starke anzugehen.“ Während Gysi damit unverhohlen linke Gewalt in seinen Mantel des Verstehens hüllt, organisiert seine Partei eine Brutal-Demonstration in Frankfurt, wie sie die Republik selten gesehen hat.

Gysis Parteifreund Ulrich Wilken, hessischer Parlamentsabgeordneter, Vizepräsident des Landtags und langjähriger Landesvorsitzender der Linken, hat die Demonstration gegen die EZB angemeldet. Die Linkspartei organisierte das Spektakel über Monate hinweg generalstabsmäßig und lockte reihenweise linksradikale Gruppierungen nach Frankfurt – und so kamen auch die Schlägertrupps der autonomen Antifa-Szene.

Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill zieht nun bittere Bilanz von „4000 hemmungslos agierenden Straftätern“. Der Schaden gehe in die Millionen, hunderte seien verletzt worden. Die linken Schlägertrupps haben Autos abgefackelt, Schaufenster demoliert, Passanten mit Steinen beworfen, vollbesetzte Straßenbahnen befeuert, Feuerwehrleute, die helfen wollten, mit Brandsätzen angegriffen. Von der Polizei ganz zu schweigen. Die wurde sogar mit paramilitärischen Operationen attackiert.

Bereswill ist darum zurecht entsetzt über die Organisatoren rund um die Linkspartei und Blockupy. Die Veranstalter der Proteste machten es sich zu einfach, „wenn sie jetzt sagen, sie hätten mit den Straftätern nichts zu tun“. Blockupy habe bereits im Februar angekündigt, Barrikaden aufzubauen. Ein Sprecher habe im März „zivilen Ungehorsam und Steinwürfe“ angekündigt. Und nach den Krawallen jubeln Blockupy und das Linksparteienmilieu über „den großartigen Tag“.

Der Polizeipräsident mahnt, dass die linke Gewalt strategisch geplant und teils gut organisiert gewesen sei: „Das war keinesfalls spontan.“ Man ist unter Polizisten schockiert, dass eine politische Partei offen mit den Gewalttätern sympathisiere.

Rund um die oft von der Linken genutzten Räume an der Schönstraße hätten in den vergangenen Tagen auffallend viele Autos mit Berliner Kennzeichen gestanden. Personen, die die Polizei zur linksradikalen Demo-Szene rechnet, seien im Gebäude ein- und ausgegangen. 

Kommentare zu " What's right?: Die Schlägertrupps der Linkspartei"

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  • Ja ich glaube und weiß das die Linken Schläger so etwas tun - weil ich selbst erlebt habe das sie es tun.
    Die autonome Linke ist gewaltbereit und gefährlich, andere Meinungen werden nicht toleriert. Gewalt ist ein akzeptiertes Duchsetzungsmittel.
    Aggressiv, fanatisiert und gewaltbereit (naja und dämlich) - selbst gesehen und erlebt.

  • Tun das denn nicht alle? Also Gewalt differenzieren? Der Attentäter von Kennedy war böse, oder? Und Stauffenberg, das war ein Held, sehe ich das richtig? Der Irak-Krieg, der war so mittel (hätte man Massenvernichtungswaffen gefunden, wäre es wohl "besser" gewesen) - der Krieg gegen Hitler, der war aber sicher gut, oder? Bei Hitler gegen Stalin, wer war da böse? Und was sind die Kurden eigentlich? Also gegen wen müssen die wann kämpfen, um gut zu sein?

    Die Fragen sind alle einheitlich und einfach zu beantworten mit "Geschichte wird von den Siegern geschrieben". Es gibt nicht gut und böse, es gibt immer nur Interessen und den stärkeren, der sie durchsetzt. Mit Mitteln, die er am Ende rechtfertigen oder vertuschen kann.

    Der "Stärkere", das waren in den letzten 200 Jahren fast immer die USA - und deswegen sind die auch immer die Guten. Und viele der älteren Genereation haben das so tief verinnerlicht, dass Zweifel daran sich wie Blasphemie anfühlen.

    Man kann hier über vieles streiten, Kommunismus, Kapitalismus, Marktwirtschaft, Planwirtschaft, unseren "Dritten Weg" - ok, sofern man davon in Deutschland noch sprechen kann... über eine Diktatur würde ich nur ungern diskutieren, aber mal ehrlich, hier haben Leute behauptet, Kapitalismus führt quasi automatisch zu Freiheit und Demokratie und Wohlstand - sagen Sie das mal den chinesischen Wanderarbeitern. Oder, noch besser, den 50 Millionen (!!) Menschen in den USA, die Essensmarken bekommen.

    Es ist auch eigentlich alles Unsinn - es gibt Ressourcen und Menschen. Die Ressourcen müssen abgebaut bzw. verarbeitet und "hergestellt" werden. Dafür braucht man eine gewisse Menge Menschen. Immer weniger wegen besseren Maschinen. Immer mehr Menschen werden, rein in Bezug auf die Produktivität, überflüssig. Und wie schlecht wir diese Menschen behandeln - darum geht es bei der "Systemfrage". Es gibt keinen Weg, bei dem alle reich werden. Aber es gibt Wege, bei denen keiner verhungert. Neoliberalismus ist keiner davon.

  • Ihre Überlegungen sind brilliant. Aber von den Fakten will hier keiner was wissen. Ein Herr Weimer will dumm und blind hetzen. gegen Links. Dort kommt die Bedrohung für die Reichen her.
    Und so wird in den Medien gegen Links gehetzt, wohlwissend, dass die Leser nicht mehr denken wollen!
    Würden sie es tun, kämen sie zu den gleichen Schlüssen wie sie. Aber dannging es für die Bürger im Lande auch nicht weiter so abwärts wie in den letzten 20 Jahren!

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