Whistleblower
Snowden verspricht NSA-Ausschuss heiße Informationen

Das könnte ihn noch interessanter für den NSA-Ausschuss machen: Whistleblower Edward Snowden will aus erster Hand wissen, wie die NSA die Daten von Deutschen abfängt – er tat es selbst, sagte er einem Magazin.
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HamburgDer frühere NSA-Mitarbeiter Edward Snowden stellt dem zuständigen Untersuchungsausschuss für den Fall einer Zeugenaussage wertvolle Hinweise in Aussicht. Er sei bei der NSA „persönlich mit der Kommunikation aus Deutschland befasst“ gewesen, sagte Snowden dem Magazin „Stern“ laut Vorabbericht. Er habe selbst Informationsgewinnung und Analyseoperationen geleitet und dabei Systeme benutzt, die Kommunikation von Deutschen in großem Maßstab abfingen. „Um es klar zu sagen: Die verfassungsgemäßen Rechte jedes Bürgers in Deutschland wurden verletzt“, betonte er.

Snowden hatte massenhaft vertrauliche NSA-Dokumente an Journalisten übergeben und die Spähaffäre rund um den US-Geheimdienst NSA damit ins Rollen gebracht. Die USA suchen ihn per Haftbefehl. Derzeit hält sich Snowden in Russland auf. Der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages will ihn als Zeugen vernehmen. Unklar ist aber noch, wo und wie. Die Opposition will Snowden in Berlin befragen. Die Bundesregierung hat dagegen Einwände. Der „Stern“ führte das Interview mit Snowden über mehrere Wochen hinweg schriftlich über verschlüsselte Kanäle.

Dem Bundesnachrichtendienst (BND) warf Snowden vor, mit ähnlichen Methoden zu arbeiten wie die NSA. „Die deutschen Dienste liegen mit den Amerikanern in einem Bett.“ Nur so könne er sich den Widerstand von Teilen der Bundesregierung gegen die Untersuchung der NSA-Praktiken erklären.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Whistleblower (Verbrechensaufdecker) Julian Assange und Edward Snowden sind uns ein Begriff.
    Die US-Regierung sucht beide mit Haftbefehl!

    Von Snowden wissen wir, dass unsere Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Politiker von britischen und US Geheimdiensten ausgehorcht werden.

    Die deutsche US-Marionettenregierung traut sich nicht, Herrn Snowden politisches Asyl zu gewähren, was ihm zustünde.

    Die US-Senatoren Tom Daschle und Patrick Leahy haben Post mit der Biowaffe Anthrax erhalten und danach aufgehört, dem Geheimdienst unangenehme Fragen zu stellen.

    Senator Paul Wellstone, seine Familie und sein Wahlkampfteam sind umgebracht worden.
    Die Senatorin Barbara Boxer hat diesen Mord als "eine Botschaft an uns alle" bezeichnet.

    Der US-Senator Mark Dayton erklärte nach Morddrohungen seinen Rückzug aus der Politik.

    Warum berichten die Systemmedien nicht darüber?

    Lange bevor bekannt wurde, dass der Senatskandidat Barack Obama Präsident der USA werden wollte, ist er rund um die Uhr abgehört worden.

    Die Arabisch-Übersetzerin Sibel Deniz Edmonds nennt den Grund: Der Geheimdienst sammelt Material für Erpressungen, mit denen er einflussreiche Bürger später kontrollieren kann.

    Trotz der massiven Spähaktionen Großbritanniens und der USA setzt die EU das Abkommen zur Weitergabe unserer Bank-, Überweisungs- und Fluggastdaten an die USA nicht aus!

    Vielleicht weil der "deutsche" BND selbst die fortschrittlichste Spionagesoftware XKeyscore für die NSA entwickelt hat?

    Auf 700 Servern in 150 Standorten wird sie weltweit eingesetzt – auch gegen ihre Erfinder in Deutschland selbst. Das deutsche Bundeskanzleramt will davon nichts gewusst haben.

    Die Spähprogramme der britisch-amerikanischen Geheimdienste Prism, Tempora und andere bleiben im Einsatz, als ob es Edward Snowdens Enthüllungen nie gegeben hätte.

    Washington achtet keine Gesetze und respektieren niemanden!

    Es ist eine außer Kontrolle geratene Mafia von Schurken, die Regierungsposten übernommen hat.

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