Zahlungsverzögerung
Mütterrente kommt in Raten

Es ist ein bürokratischer Kraftakt und der braucht – wie alles in der deutschen öffentlichen Verwaltung –Zeit: Viele Deutsche, die Mütterrente bekommen sollen, müssen sich etwas gedulden, bis sie zu ihrem Recht kommen.
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BerlinDie höhere Mütterrente erreicht die berechtigten Frauen nicht auf einen Schlag. „Es wird sicher noch einige Wochen dauern, bis alle 9,5 Millionen Frauen, deren Rente sich wegen ihrer vor 1992 geborenen Kinder erhöht, das Geld auf dem Konto haben“, sagte Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) der „Rheinischen Post“ (Dienstag). Aber alle bekämen, was ihnen zustehe.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund erläuterte, die Bescheide über die Erhöhung würden seit Mitte August schrittweise an die berechtigten Mütter oder Väter verschickt, die im Juni 2014 bereits Rente bekamen. Spätestens bis zum Jahresende werde die Rente in diesen Fällen neu berechnet. Für die Zeit ab 1. Juli bekämen die Betroffenen eine Nachzahlung. Wer ab 1. Juli 2014 oder später neu in Rente gehe, erhalte die Mütterrente schon von der ersten Rentenzahlung an, erläuterte ein Sprecher.

Die Mütterrente kostet 2014 rund 3,3 Milliarden Euro, dann zunächst rund 6,7 Milliarden Euro im Jahr.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Zahlungsverzögerung: Mütterrente kommt in Raten"

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  • Alles, was für Deutsche sein soll, wird bewusst vorsätzlich verzögert! Es sind ja keine Ausländer, Banker usw..

  • Vielleicht sollte man die Bearbeitung bzw. Auszahlung etwas beschleunigen, indem Begünstigte Verzugszinsen verlangen? Der Fiskus praktiziert das ja auch bei verspäteten Steuerzahlungen. Gleiches Recht für alle!

  • "Da klatschen noch alle: Die Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer (rechts) und die CDU-Vizebundesvorsitzende Julia Klöckner freuen sich über die Mütterrente. Die Umsetzung dauert aber."

    Mit fremden Geldern (des Steuerzahlers und des Beitragszahlers) kann man gut großzügig umgehen. Ob die beiden Damen auch so großzügig wären und sich freuten, wenn es an ihre eigenen Taschen ginge?

    Zudem ist die Mütterrente sozialpolitisch unfair, da sie ohne entprechende eigene Beitragszahlung gewährt wird.

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