Zukunftspläne
Schröder will wieder als Anwalt arbeiten

Mutmaßungen über die Zukunftspläne von Noch-Kanzler Gerhard Schröder sind derzeit eine beliebte Beschäftigung der Berliner Journalisten. Vor den Vertretern der Auslandspresse hat Schröder das Geheimnis ein wenig gelüftet. Allerdings blieb er im Ungefähren.

HB BERLIN. In einer am Freitag vom Bundespresseamt veröffentlichten Abschiedsrede vor den Mitgliedern des Vereins der Auslandspresse sagte Schröder am Donnerstagabend: "Ich bin wirklich ein sehr, sehr guter Anwalt. ... Damit das völlig klar ist. Ich werde irgendwann wieder in meinem alten, wunderbaren Beruf arbeiten. Aber ansonsten habe ich keine Entscheidungen über meine zukünftigen Pläne treffen können."

Schröder schränkte allerdings ein, er habe noch keine Entscheidung über seine künftigen Pläne treffen können, denn: "Man weiß ja nicht, wie lange man geschäftsführend im Amt bleiben muss." In seiner politisch aktiven Zeit habe er vielen Leuten Rat gegeben, gelegentlich auch sich selber, sagte Schröder. Er fuhr fort: "Jetzt gibt es diesen Rat nur noch gegen Erstattung der üblichen Gebühren"

Vor den ausländischen Journalisten kommentierte der Kanzler seine erste Reaktion auf das Wahlergebnis mit selbstironischem Unterton. Am Wahlabend hatte er eine große Koalition unter Führung der Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel barsch ausgeschlossen. "Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die weniger sachlicher Art als vielmehr kultureller Art waren, wenn man so will“, hätten sich die Akteure so weit angenähert, dass man die sachlichen Probleme, bei denen man gar nicht so schrecklich weit auseinander sei, lösen könne.

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