Zuwanderung
Jobs für zwei Millionen

Für qualifizierte Mitarbeiter gibt es genug zu tun in Deutschland. Die Wirtschaft könnte zwei Millionen gut ausgebildete Zuwanderer gut gebrauchen, meint Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur.
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Berlin/NürnbergSo viele müsste Deutschland in den kommenden Jahren aufnehmen, um den Fachkräftemangel zu beheben, meint Weise. „Ohne gezielte Zuwanderung wird es nicht gehen“, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) der Tageszeitung „Die Welt“ (Samstagausgabe). In bestimmten Branchen, Berufen und Regionen gebe es jetzt schon einen erhöhten Fachkräftebedarf.

Bis 2025 werde eine Lücke von sechs bis sieben Millionen Fachkräften entstanden sein. „Diese Lücke können wir über das Mobilisieren von Arbeitskräften bei uns im Lande vielleicht zur Hälfte füllen.“ Zudem würden die Firmen „im schlimmsten Fall verlagern, also dahin gehen, wo Fachkräfte sind, und sie werden rationalisieren, um auf weniger Fachkräfte angewiesen zu sein“. Doch auch dann würden der Wirtschaft immer noch mehr als zwei Millionen qualifizierte Arbeitskräfte fehlen.

Mit Blick auf die Entwicklung der Arbeitsmarktzahlen zeigte sich Weise optimistisch. Die Arbeitslosenzahl dürfte bereits im Mai auf knapp 2,9 Millionen sinken.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Und damit damit haben Sie völlig Recht.

    Der Dipl.-Ing. muß sich als 1 €-Jobber im Altenheim verdingen oder sonstwo.
    Der Maurermeister oder Polir muß in einem imaginären Kaufhaus im Rahmen einr Maßnahme lernen, wie man Ware (leere Schachteln) verräumt, er würde aber zu gerne in seinem Job arbeiten, bekommt aber nichts.
    Der Handwerker/Facharbeiter ist mit 50 zu alt
    Der Junglehrer fährt Taxi oder sitzt in einem Callcenter.
    Wenn man hier einmal genaueste Inventur bei den Arbeitsämtern machen würde, die Herrschaften in Berlin würden dunkelrot, weil man sie bei ihren Lügen ertappt hat.
    Junge Leute, die ihre Ausbildung beendet haben, dürfen allenfalls als 400 €-Kräfte weiter arbeiten, aber übernommen werden sie nicht.
    Die examinierte Altenpflegerin wird gekündigt und durch 2 Arbeitslose als 1-Jobber ersetzt usw.
    Für 1 €-Jobber bekommt der Arbeitgeber zwischen 340 und 500 € vom Amt.
    Das sit dann doch ein wirklich lohnendes Geschäft. Warum soll denn so ein Arbeitgeber noch normale Leute voll einstellen?
    Unser Staat, ich schreib es schon mal, ist verfault bis in die tiefsten Wurzeln.
    Und usnre Gewerkschaften? Die schlafen

  • Di zwei sind das Traumpaar für das sehr positive Verhalet auf den Sklavenmarkt,es bringt auf jeden fall etwas, der eine wird Aufstocker der andere Aufsichtsrat.

  • Frau Leyen und Weise haben in den letzten Jahren einen neuen Typ von Arbeiter geschaffen, den arbeitslosen Selbstständigen. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf und sie haben keine Lobby; mächtige Zeitarbeitskonzerne und Ingenieursdienstleister kümmern sich um diese Vogelfreien und sind für sie das genaue Gegenteil von Gewerkschaften.

    Um sich für die Vorstände obiger Konzerne zu empfehlen, müssen Frau Leyen und ihr treuer Vasall Weise für ein stetiges Überangebot an billigen Fach-Sklaven sorgen.
    Mittelfristig mag das sogar funktionieren, langfristig kann es aber nicht gutgehen, wenn ein technologieführendes Land seine Ingenieure aus einem Haufen entrechteter, internationaler Söldner rekrutiert.

    Früher hatten wir ein "Made in Germany", jetzt haben wir immerhin noch "Created in Germany". Aber, liebe Betriebswirte und Juristen, ein reines "Managed in Germany" ist nicht überlebensfähig, denn Management-Aspiranten wird es auch im Ausland mehr als genug geben; ihr sägt gerade an dem Ast, auf dem ihr sitzt.

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