Zweiter Kofferbomber flüchtig
„Die Gefahr dauert noch an“

Die Polizei sucht fieberhaft nach dem mutmaßlichen zweiten Haupttäter des versuchten Terroranschlags auf deutsche Nahverkehrszüge. Nach bisherigen Erkenntnissen hat sich der Mann ins Ausland abgesetzt und ist untergetaucht. Die Fahnder halten ihn für unberechenbar. Immerhin konnte die Polizei einen dritten Verdächtigen stellen.

HB FRANKFURT. „Die Gefahr dauert noch an, weil wir nicht wissen, wo er sich aufhält“, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke am Dienstagabend dem Fernsehsender N24. Es sei denkbar, dass der zweite Hauptverdächtige „ein Signal setzen“ wolle. Der Verdächtige sei 21 oder 22 Jahre alt und nur kurze Zeit in Deutschland gewesen. Der BKA-Chef bestätigte außerdem, dass eine weitere Person festgenommen worden ist.

Laut Bundesanwaltschaft wird derzeit das persönliche Umfeld der Beschuldigten aufgeklärt. Dabei nahmen Fahnder in Oberhausen offenbar einen weiteren Terror-Verdächtigen fest. Augenzeugenberichten zufolge wurde in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Holten ein Mann abgeführt; es soll sich um einen 32-jährigen Libanesen handeln.

Die Männer sollen am 31. Juli in Köln Kofferbomben in Zügen nach Dortmund und Koblenz deponiert haben. Wegen eines handwerklichen Fehlers explodierten die Sprengsätze jedoch nicht. Die Koffer wurden von Bahnpersonal entdeckt und der Polizei übergeben. Videokameras auf Bahnhöfen hatten die Männer gefilmt, wodurch ihre Indentifizierung möglich wurde.

Der mutmaßliche Komplize des zuletzt in Köln lebenden Flüchtigen, ebenfalls ein Libanese, war bereits am Samstag in Kiel festgenommen worden. Beamte des Bundeskriminalamts durchsuchten am Dienstag die Wohnung des Kölner Verdächtigen. Auf der Suche nach Hintermännern kam es zu weiteren Hausdurchsuchungen in Nordrhein-Westfalen und Kiel.

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