Zypries legt Entwurf über Offenlegung von Bezügen vor
Zypries macht mit Transparenz ernst

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) wird heute nach Informationen aus Regierungskreisen einen Gesetzentwurf zur Transparenz bei Vorstandsbezügen vorstellen. Dadurch sollen die Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften gezwungen werden, ihre Bezüge individuell und detailliert offen zu legen. Ein Ministeriumssprecher wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern.

DÜSSELDORF. Da eine gesetzliche Offenlegungspflicht in Teilen der Wirtschaft auf massiven Widerstand stößt, ist mit Klagen zu rechnen. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat sich ein Gutachten erstellen lassen, nach dem der Zwang zur Transparenz gegen das Grundgesetz verstößt. Ob geklagt wird, ließ ein Sprecher des Unternehmens offen. Ein Zwang wäre „reiner Sozialismus“, so Wiedeking jüngst in einem Interview.

Bislang wird die Transparenz bei den Bezügen im Corporate-Governance-Kodex nur empfohlen. Zypries, die grundsätzlich eine freiwillige Regelung einem Gesetz vorzieht, hatte erst vor wenigen Tagen im Handelsblatt angekündigt, in diesem Monat eine Entscheidung zu fällen. Die Ministerin fordert, dass sich mindestens 90 Prozent der Dax-30- Unternehmen den Transparenzregeln unterwerfen. Sieben Konzerne verweigern sich aber bislang – darunter auch Daimler-Chrysler.

Dagegen hat Volkswagen gerade erstmals Zahlen für Vorstandschef Bernd Pischetsrieder genannt; im nächsten Jahr sollen die Details für die übrigen Vorstände folgen.

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