++ Newsblog zur Griechenland-Krise ++
Euro-Finanzminister vereinbaren Krisentreffen am Mittwoch

Griechenland bleiben 48 Stunden: In der Zeit muss Premier Tsipras seine Reformpläne konkretisieren und die eigene Partei davon überzeugen. Die Gläubiger warten auf Ergebnisse. Die Ereignisse des Tages zum Nachlesen.
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Endlich Bewegung im Gerangel mit Griechenland, lautet ein Fazit nach dem EU-Sondergipfel in Brüssel. Denn Athen stellt wichtige Zugeständnisse in Aussicht. Doch Regierungschef Tsipras steht daheim noch schwere Überzeugungsarbeit bevor. Die Ereignisse des Tages im Newsblog zum Nachlesen.

+++ EU bestätigt Krisentreffen am Mittwoch +++
Im griechischen Schuldenstreit wollen sich die Euro-Finanzminister an diesem Mittwoch um 19 Uhr auf einen Kompromiss einigen. Der EU-Ministerrat bestätigte am Dienstag in Brüssel den Termin für das Krisentreffen. Das Gremium der 19 nationalen Ressortchefs komme zusammen, um „Details des griechischen Reformplans abzuschließen“, teilte der Rat mit. Gelingt die angestrebte Vereinbarung, könnten nach früheren Angaben die Staats- und Regierungschefs die Pläne beim regulären EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag gutheißen.

+++ Gabriel hält nichts von einem Schuldenschnitt +++
Ein Schuldenschnitt für Griechenland würde nach Worten von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel nichts bringen, wenn gleich danach wieder neue Schulden aufgebaut würden. Eine Einigung mit Griechenland sei noch möglich, Deutschland und Europa ließen sich aber nicht erpressen, sagt der Vizekanzler in Fellbach bei Stuttgart.

+++ Dombrovskis: Griechenland-Deal ist machbar +++

Eine Vereinbarung zwischen Griechenland und seinen Geldgebern ist nach Einschätzung von EU-Vizekommissionschef Valdis Dombrovskis kurzfristig machbar. Der jüngste Spar- und Reformplan der griechischen Regierung stimme in großen Zügen mit der Offerte der drei Geldgeber-Institutionen überein, sagte der für den Euro verantwortliche Kommissar der Deutschen Presse-Agentur. „Mit diesem Vorschlag ist eine Vereinbarung möglich, wenn beide Seiten ernsthaft in den nächsten ein oder zwei Tagen arbeiten.“

+++ Wirtschaft fordert Ende der Griechenland-Hängepartie +++

Die deutsche Wirtschaft dringt auf eine rasche Entscheidung in der Griechenland-Krise. „Gerade die Wirtschaft vor Ort braucht endlich eine Einigung“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, der Nachrichtenagentur Reuters. An die Adresse der Regierung in Athen mahnte er: „Die politischen und wirtschaftlichen Risiken für Griechenland sind zu groß, um weiter zu pokern.“

+++ S&P rechnet mit Griechenlands Verbleib in der Euro-Zone +++
Die Ratingagentur Standard & Poor's rechnet nicht mit einem baldigen Grexit. Griechenland werde auch Ende des Jahres noch der Euro-Zone und der Europäischen Union (EU) angehören, sagte S&P-Experte Moritz Krämer am Dienstag in London. Davon gehe die Agentur in ihrem Hauptszenario aus. Zugleich warnte Krämer, dass der Schuldenstreit weiter schwelen werde, auch wenn es nun ein Abkommen der Geldgeber mit Griechenland geben werde. Analyst Dietmar Hornung von der Ratingagentur Moody's betont, dass ein Grexit Auswirkungen auf die Bewertung anderer Euro-Länder hätte, die mit Ramsch-Ratings (Non-Investment Grade) beurteilt werden.

+++ Sicherheitsfirma rüstet sich für akute Bankenkrise +++
In Griechenland bereitet sich die britische Sicherheitsfirma G4S mit einem Notfallplan zur Bargeldversorgung auf eine akute Bankenkrise vor. Wie der zuständige Manager Andreas Paterakis Reuters am Dienstag mitteilte, sind Vorkehrungen für den Ernstfall getroffen worden. Darin sei geregelt, wie viel Bargeld bei Bedarf zu den jeweiligen Standorten transportiert werden müsse: „Alles, was wir planen, ist mit der Notenbank abgestimmt und von ihr abgesegnet.“ Das Unternehmen hat bereits in Zypern während der Bankenkrise 2013 dafür gesorgt, dass die Bargeldversorgung nicht zusammenbrach. In Griechenland arbeitet die Firma nach eigenen Angaben bereits mit dem Großteil der Institute zusammen.

+++ CDU-Politiker fordert Stopp der EZB-Nothilfen +++
Die Union kritisiert, dass die EZB das Volumen für die Notfallkredite ELA erneut angehoben hat. „Die EZB läuft Gefahr, außerhalb ihres Mandates zu agieren. Vorrangige EZB-Ziele sind Währungs- und Preisstabilität. Eine explizite monetäre Finanzierung einzelner Mitgliedstaaten ist ihr hingegen untersagt“, sagt CDU/CSU-Fraktionsvize Ralph Brinkhaus. „Genau diese Gefahr droht jedoch durch eine anhaltende Ausweitung des ELA-Limits als Folge massiver Kapitalabflüsse. Man fragt sich, was noch passieren muss, damit der griechische Staat endlich Kapitalverkehrskontrollen einführt.“

+++ EZB erhöht erneut Kreditrahmen für griechische Banken +++
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Kreisen zufolge die Notkredite für griechische Banken nochmals erhöht, um Geldauszahlungen zu ermöglichen. Die Nothilfen für die Geldhäuser seien abermals ausgeweitet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Bezug auf eine mit der Sache vertraute Person. Ein genauer Betrag wurde nicht genannt. Damit erhöhte die EZB den Rahmen für die sogenannten ELA-Notkredite zum vierten Mal binnen weniger Tage. Erst am Montag hatte die Notenbank eine Erhöhung um 1,9 Milliarden auf 87,8 Milliarden Euro bewilligt.

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Tsipras droht Ärger mit den eigenen Leuten

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Tausende Griechen auf der Straße

Kommentare zu " ++ Newsblog zur Griechenland-Krise ++: Euro-Finanzminister vereinbaren Krisentreffen am Mittwoch"

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  • >> Euro-Finanzminister vereinbaren Krisentreffen am Mittwoch >>

    Nächste Woche kommt dann das Krisentreffen am Montag, übernächste Woche vielleicht am Freitag........u.s.w. !

    Die Krise mit den Griechen ist eine Never - Ending - Story !

  • -Als deutsche Steuerfahnderin frage ich ganz einfach : Wo kommen hohe Bankguthaben her, wenn nichts verdient und nichts versteuert wurde ?
    Insofern liefern die jetzt getätigten Barabhebungen eine gute Grundlage zur Nachversteuerung !

  • Die Quadratur des Kreises - die unendliche Geschichte.

    EU- und EUR-Europa macht sich nur noch lächerlich. Und der deutsche Sparer, Steuerzahler und Rentner ist der Dumme.

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