19 Tote im Gaza-Streifen
Israel setzt Militäroffensive im Gaza-Streifen fort

Bei dem größten Vorstoß der israelischen Armee im Gaza-Streifen seit Jahren sind am Dienstag in heftigen Gefechten mindestens 19 Palästinenser getötet worden. Von Kampfhubschraubern unterstützt rückte die Armee mit Panzern und Infanterie in das Flüchtlingslager Rafah an der Grenze zu Ägypten ein, das als Hochburg extremistischer Palästinenser-Gruppen gilt. Die Aktion traf international auf heftige Kritik, da Israel bei ähnlichen Vorstößen laut Amnesty International in den vergangenen Jahren mehr als 3000 Häuser von Palästinensern zerstört hat.

HB RAFAH. Hunderte Zivilisten flohen Hals über Kopf vor den anrückenden Truppen aus dem Lager mit 90.000 Bewohnern. Die Armee will mit dem Vorstoß nach eigenen Angaben nicht systematisch Häuser zerstören, sondern den Waffenschmuggel durch Tunnel aus dem benachbarten Ägypten unterbinden. Israel hatte bereits vor dem Einmarsch in Rafah Dutzende Häuser im Gaza-Streifen abgerissen und die Zerstörung Hunderter weiterer angekündigt. Es begründet den Abriss damit, dass die Häuser als Deckung für angreifende Palästinenser und Endpunkt für Erdtunnel dienten, durch die Waffen eingeschmuggelt würden.

In der israelischen Presse hieß es, Israel habe im Gaza-Streifen das größte Truppenkontingent seit der Eroberung des...

 
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