21 Jahre Deutsche Einheit
Merkel sieht „gravierende Unterschiede“ zwischen Ost und West

21 Jahre nach der Wende gibt es zwischen Ost und West immer noch große Unterschiede. Kanzlerin Merkel sieht die Einheit nicht vollendet. Der DGB kritisiert vor allem das Lohngefälle, und attackiert die Arbeitgeber.
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BerlinDas Ost-West-Lohngefälle sorgt 21 Jahre nach der Wiedervereinigung für Streit zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warf am Samstag der Wirtschaft vor, sich einer Lohnangleichung zu verweigern. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht derweil die Einheitsbemühungen „auf einem guten Weg“, verwies aber zugleich auf deutliche Unterschiede.

Die zentralen Einheitsfeierlichkeiten finden am Montag in Bonn statt. Daran nehmen auch Bundespräsident Christian Wulff und Merkel teil. Die Festrede hält der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Andreas Voßkuhle.

Merkel sagte in ihrer wöchentlichen Internetbotschaft am Samstag, sie sei immer wieder berührt, wenn sie junge Menschen treffe, bei denen sie nicht mehr merke, ob sie im Osten oder Westen groß geworden seien. „Ich glaube, da wächst wirklich das Land zusammen“, betonte die aus dem Osten stammende CDU-Vorsitzende. Die Einheit sei auf einem guten Weg, es gebe aber noch „einige gravierende Unterschiede“. Dabei nannte die Kanzlerin den demografischen Wandel und die Abwanderung junger Leute aus dem Osten, die fast doppelt so hohe Arbeitslosigkeit im Westen und die geringeren Sparguthaben.

DGB macht Arbeitgeber Vorhaltungen

Der DGB machte hingegen auf das Lohngefälle zwischen Ost und West aufmerksam. „Die DGB-Gewerkschaften setzen sich seit Jahren für die Angleichung des Ost- an das Westniveau ein, wohingegen sich die Arbeitgeberseite dem systematisch entzog beziehungsweise massiven Widerstand leistete“, kritisierte DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki in der „Berliner Zeitung“. Auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung bleibe festzustellen, dass in Betrieben ohne Tarifbindung die Lohndifferenzen hoch seien.

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  • Armer TOOOOOR Wo ein Kopf sitzt muss noch lange kein Hirn drinnnnnnen sein geh aud dein Nachttopf und erzähl den dein Schrott.

  • Recht hat unsere Kanzlerin. Nur: zwischen einem fr. Minister Karl Schiller und dem Anfängergespann Merkel/Schäuble besteht tatsächlich ein gravierender und für uns katastrophaler Unterschied. Seinerzeit anstaendiges Nachkriegsfinanzwissen, gepraegt von Abs und Co, heute eine z.T "klitschige Politmafia" , "geschwaengert von Bankjunkiees". Es gab mal sowas wie Treu und Glauben.

  • Unterschiede und warum nicht? Ist unser Ziel die sozialistische Gleichmacherei? Es ist höchste Zeit für eine neue Partei für alle die mit Merkel&Co nicht mehr zurecht kommen.

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