25 Euro Gebühr
Für Fernstraßenbenutzer gibt es in Belgien künftig eine Vignette

Vom 1. Januar 2006 an benötigen die Autofahrer in der belgischen Wallonie für die Benutzung aller Fernstraßen ein Vignette. Der wallonische Minister für öffentliche Einrichtungen, Michel Daerden, sagte der Zeitung „La Dernière Heure“, dass ab dem Zeitpunkt mit dem System der Autobahn-Vignette begonnen wird.

HB BRÜSSEL.Auch deutsche Autofahrer werden davon betroffen sein: Wichtige Verbindungen vom Ruhrgebiet und Köln nach Frankreich und nach Großbritannien führen durch die Wallonie im Süden Belgiens.

Die Vignetten zum Preis von 25 Euro sollen an den Grenzen und an Tankstellen, bei speziellen Verkaufsstellen im Ausland und bei Automobilclubs erhältlich sein. Die Region hoffe auf zusätzliche Einnahmen in Höhe von 25 Millionen Euro im kommenden Jahr, sagte der Minister. Das Geld solle in den Straßenbau fließen. Die Wallonie wolle so die Sicherheit im Straßenverkehr verbessern und Arbeit schaffen: Pro investierter Million Euro entstünden direkt und indirekt zusammen 22 Arbeitsplätze.

Die wallonische Vignette soll ähnlich wie in der Schweiz als Aufkleber angeboten werden. „Das ist derzeit das beste System“, sagte Daerden. Der Minister schließt jedoch nicht aus, dass später auch elektronische Systeme zum Einsatz kommen, die automatische Kontrollen erlauben. Die Wallonie unterhält ein Autobahnnetz von 869 Kilometern Länge sowie 1067 Kilometer Nationalstraßen. Auch für letztere soll der Kauf einer Vignette vorgeschrieben werden, hieß es.

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