40 Tote in Syrien
Rebellen rufen nach Hilfe aus dem Ausland

Auf Syriens Straßen wird wegen des harten Vorgehens der Regierung gegen die Protestbewegung der Ruf nach einem Nato-Einsatz immer lauter. Allein am Freitag sollen mindestens 40 Menschen erschossen worden sein.
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Damaskus/KairoNach den Freitagsgebeten riskierten in Hama und Homs Demonstranten erneut ihr Leben und forderten die Hilfe des Westens, dessen Luftangriffe in Libyen eine entscheidende Rolle beim Sturz von Staatschef Muammar Gaddafi gespielt hatten. 40 Demonstranten sind nach Angaben von Aktivisten bei der Kundgebung ums Leben gekommen. Auch in anderen syrischen Städten hätten ähnliche Demonstrationen stattgefunden, berichteten Anwohner und Regierungsgegner. Die Demonstranten fühlten sich durch Gaddafis Tod ermutigt.

Assad zeigt sich vom internationalen Druck unbeeindruckt: Einwohner berichteten, Hubschrauber hätten diese Woche mit Maschinengewehren und Raketen auf Wohnviertel in Homs gefeuert. „Der internationale politische Druck muss noch einmal signifikant erhöht werden, damit das syrische Regime endlich einlenkt“, forderte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Darauf arbeite die Bundesregierung in den Vereinten Nationen, in der EU und mit ihren Partnern in der Region mit Nachdruck hin. Der oppositionelle Nationalrat hat internationalen Schutz verlangt, den Wunsch nach einer Militärintervention nach dem Vorbild Libyens jedoch nicht ausdrücklich ausgesprochen.

Auch die Arabische Liga hat Syrien zum Ende der Gewalt gegen Zivilisten aufgerufen. Das Minister-Komitee der Liga teilte mit, es sei ein „dringendes Schreiben“ an die Regierung von Präsident Baschar al-Assad gegangen. Darin sei „die Hoffnung zum Ausdruck gebracht worden, dass die syrische Regierung Maßnahmen ergreifen werde, um Zivilisten zu schützen“. Es war die bislang schärfste Wortwahl der Liga. Minister der Organisation sollen sich am Sonntag mit syrischen Regierungsvertretern in Doha treffen.
Die Regierung in Damaskus geht seit sieben Monaten gegen die Revolte vor, macht aber bewaffnete Gruppen für die Gewalt verantwortlich. Weil die meisten ausländischen Journalisten ausgewiesen wurden, ist eine Überprüfung der Angaben nur schwer möglich.

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