Abschreckung für Nordkorea
USA und Südkorea mit gemeinsamer Militärübung

Jedes Jahr das gleiche Procedere: Das gemeinsame Militärmanöver der USA und Südkoreas im Februar soll eigentlich der Abschreckung dienen. Aber Nordkorea gibt sich kein bisschen eingeschüchtert.
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SeoulUngeachtet der Proteste aus Nordkorea wollen die Streitkräfte der USA und Südkoreas wie geplant noch in diesem Monat zwei ihrer jährlichen Manöver beginnen. Die fast zweimonatige Feldübungen „Foal Eagle“ sowie die elftägige Kommando-Schulung „Key Resolve“ sollen zeitgleich am 24. Februar starten, wie das gemeinsame Truppenkommando (CFC) am Montag mitteilte.

Kurz zuvor war bekanntgeworden, dass Nordkorea die Einladung für einen US-Diplomaten schon zum zweiten Mal zurückgezogen hat. Dieser will sich für die Freilassung eines inhaftierten Landsmanns einsetzen.

Das Truppenkommando wies Vorwürfe Nordkoreas zurück, die gemeinsamen Frühjahrsübungen in Südkorea dienten der Vorbereitung eines Angriffs. Das Training sei „nicht-provokativer Natur“, hieß es. Die im Rahmen von „Key Resolve“ durchgespielten Szenarien erfüllten die Aufgabe, „auf jede mögliche Krise zu antworten“, wurde der CFC-Befehlshaber Curtis Scaparrotti zitiert.

Nordkorea wurde wie üblich über den Beginn der Manöver informiert. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte zuletzt mehrmals die USA und Südkorea zum Verzicht auf die Manöver aufgerufen. Südkorea hatte das Nachbarland seinerseits vor militärischen Provokationen gewarnt.

Die Spannungen in der Region hatten sich nach dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar des vergangenen Jahres und dem Beginn der Frühjahrsübungen in Südkorea spürbar erhöht. Nach Angriffsdrohungen Nordkoreas hatten damals unter anderem zwei US-Tarnkappenbomber vom Typ B-2 Spirit Übungsflüge über der koreanischen Halbinsel unternommen.

Für die Manöver wollen die USA diesmal 12 700 Soldaten mobilisieren. Knapp die Hälfte soll den Angaben zufolge eingeflogen werden. Die USA haben derzeit 28 500 Soldaten in Südkorea als Abschreckung stationiert.

Die USA reagierten enttäuscht über die kurzfristige Ausladung ihres Sondergesandten für Menschenrechte in Nordkorea, Robert King, der nach Pjöngjang reisen sollte. Für den Schritt Nordkoreas seien keine Gründe genannt worden, berichteten amerikanische Medien unter Berufung auf die Außenamtssprecherin Jen Psaki.

Diese forderte von Nordkorea die sofortige Freilassung von Kenneth Bae. Der 45-Jährige war im November 2012 im Norden des Landes festgenommen worden. Ein Gericht verurteilte ihn vergangenes Frühjahr wegen angeblicher Umsturzversuche zu 15 Jahren Zwangsarbeit. Die US-Regierung hatte gehofft, dass King dessen Freilassung erwirken kann.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • vielleicht klappt´s ja diesmal mit dem Nachbarn? die frozeleien kann man unendlich ausdehnen, gell?

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