Afghanistan
Uno verlängert Mandat für Isaf-Schutztruppe

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Mandat für die internationalen Truppen in Afghanistan um ein Jahr verlängert. Die 15 Mitgliedsländer des Gremiums befürworteten die Resolution einstimmig, drückten aber auch ihre Besorgnis über die Sicherheitslage aus.
  • 0

HB NEW YORK. Der Weltsicherheitsrat hat das Mandat für die Nato-geführte Internationale Afghanistan-Schutztruppe (Isaf) am Mittwoch um ein Jahr verlängert. Damit kann die 120 000-Mann-Truppe, überwiegend Soldaten der Nato und der USA, noch bis zum 13. Oktober 2011 ihre Aufgabe am Hindukusch fortsetzen. Die 15 Mitgliedsländer des Rates befürworteten die Resolution einstimmig.

Gleichzeitig drückte das mächtige Gremium aber auch seine Besorgnis darüber aus, dass die Sicherheitslage in dem Land immer schlechter werde. Besonders wichtig sei es nun, die afghanischen Streitkräfte und die Polizei auszubilden, heißt es in der Resolution.

Darüber hinaus fordert die Uno die internationale Gemeinschaft auf, die Schutztruppe weiter zu stärken und sowohl Soldaten und Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Der Rat appelliert an Isaf und die Nato-Führung, auch in Zukunft in enger Absprache mit der Regierung in Kabul zusammenzuarbeiten. Er begrüßt, dass die Afghanen eine immer größere Rolle bei den Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land übernehmen.

Die Isaf wurde im Dezember 2001 vom Uno-Sicherheitsrat begründet. Seit August 2003 wird sie von der Nato geführt. Die Truppe umfasst mit derzeit 143 000 Soldaten deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Allein die USA stellen 95 000 Soldaten.

Neben Kabul zählte zunächst vor allem der Norden des Landes zum Einsatzgebiet der Isaf. Anfang Oktober 2006 dehnte die Isaf ihren Verantwortungsbereich auf ganz Afghanistan aus und übernahm das Kommando im Osten des Landes von den US-geführten Koalitionstruppen.

Kommentare zu " Afghanistan: Uno verlängert Mandat für Isaf-Schutztruppe"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%