Aixtron
Schadensersatz ist möglich

PremiumDie Übernahme des Anlagenbauers Aixtron durch einen Investor aus China birgt Schwierigkeiten. Der Konzern kann das Wirtschaftsministerium auf „Ersatz des Vertrauensschadens“ verklagen, meint ein Außenwirtschaftsexperte.

Berlin/DüsseldorfAls sich Abgesandte aus Kanzleramt und Ministerien jüngst in der US-Botschaft in Berlin einfanden, dürfte ihnen bereits geschwant haben: Die Übernahme des deutschen Chipanlagenbauers Aixtron durch einen chinesischen Investor wird ihnen Schwierigkeiten bereiten. Und so ist es nun. „Aixtron kann das Bundeswirtschaftsministerium durchaus auf Ersatz des Vertrauensschadens verklagen“, erklärt Außenwirtschaftsexperte Philip Haellmigk. Der Grund: Das Ministerium hatte dem Unternehmen bereits eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ für den Deal ausgestellt. „Das Geschäft wurde damit für ordnungsgemäß erklärt. Darauf kann und darf der Antragsteller grundsätzlich vertrauen“, sagt Jurist Haellmigk.

Doch der Termin in der US-Botschaft ließ das Ministerium offenbar umdenken. Die Agenten präsentierten Informationen...

 
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