Al-Dschsira-Interview
Bush fordert Irak zu härterem Durchgreifen auf

US-Präsident George W. Bush hat sich gegenüber der irakischen Führung offenbar äußerst verärgert über die Gewalteskalation im Irak gezeigt und ein entschiedenes Durchgreifen gegen religiös motivierte Gewalttaten gefordert.

HB DUBAI. Bush habe ihm gesagt, es sei nicht hinnehmbar, dass sich die Iraker gegenseitig umbrächten, erklärte Iraks Vizepräsident Tarek al-Haschemi in einem Fernsehinterview.

Al-Haschemi äußerte sich am Freitag im arabischen Sender Al-Dschasira während seines Besuchs in Washington, wo er mit dem US-Präsidenten zusammentraf. Der irakische Politiker hatte am Vortag die USA für die Auflösung der irakischen Armee 2003 kritisiert. Die US-Truppen dürften nicht ohne eine Reform der Sicherheitskräfte abziehen, die massiv von Milizen unterwandert seien. In dem Al-Dschasira-Interview sagte Al-Haschemi dazu, die Milizen verübten ethnische Säuberungen, und es sei nicht klar ob Schiiten oder Sunniten hinter den Tötungen steckten. Im Irak werden bei Gewaltakten sunnitischer Aufständischer und schiitischer Milizen täglich dutzende Menschen getötet.

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