Am Tag des Rumsfeld-Besuchs
Bremer überlebte Attentat

Anfang Dezember wurde in Bagdad ein Mordanschlag auf den US-Zivilverwalter im Irak verübt. Erst jetzt bestätigte Paul Bremer dieses Attentat

HB BAGDAD. „Ja, es stimmt, aber glücklicherweise bin ich noch am Leben, und stehe hier vor ihnen“, sagte Bremer vor Journalisten. Der US-Fernsehsender NBC hatte berichtet, Bremers Konvoi sei am 6. Dezember auf der Rückfahrt vom Flughafen Bagdad auf einen Sprengsatz aufgefahren und sei mit Handfeuerwaffen beschossen worden. Es sei aber niemand verletzt worden. Am gleichen Tag war US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld in Bagdad eingetroffen. Die Medien wurden damals nicht über den Zwischenfall informiert.

Im Oktober war Rumsfelds Stellvertreter Paul Wolfowitz in Bagdad nur knapp einem Anschlag entgangen. Irakische Freischärler hatten US-Militärangaben zufolge rund 20 Raketen auf das scharf bewachte Raschid-Hotel abgeschossen, in dem sich Wolfowitz aufhielt. Ein US-Soldat war getötet worden.

Trotz der angespannten Sicherheitslage im Irak, wo die US-geführten Truppen beinahe täglich Ziel von Angriffen sind, hatte US-Präsident George W. Bush Ende November zum Thanksgiving-Fest die US-Truppen in Bagdad besucht. Die Reise war im Vorfeld streng geheim gehalten worden.

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