Angst vor Hackern
Bei Wahl in den Niederlanden wird per Hand ausgezählt

Bei der kommenden Parlamentswahl in den Niederlanden werden die Wahlzettel nur per Hand ausgezählt. Nach den jüngsten Debatten um Hacker-Angriffe wollen die Niederländer keine Zweifel am Wahlergebnis aufkommen lassen.
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AmsterdamAus Angst vor Hackerangriffen werden bei den niederländischen Parlamentswahlen am 15. März Wahlzettel nur per Hand ausgezählt. „Es darf nicht den geringsten Zweifel geben“, erklärte Innenminister Ronald Plasterk am Mittwoch. Er verwies auf Medienberichte der vergangenen Tage, wonach die Computersysteme manipuliert werden könnten. Dem Sender RTL News sagte er zudem, es gebe Hinweise, dass etwa Russland am Wahlausgang interessiert sein könnte. „Bei der nächsten Wahl sollten wir auf das gute alte Papier zurückgreifen.“

Ähnlich wie in Deutschland wählen die Niederländer mit Zetteln, die vor Ort ausgezählt werden. Auf regionaler und nationaler Ebene werden die Stimmen allerdings per Computer zusammengerechnet. Den Medienberichten zufolge sind die Rechner für Angriffe anfällig. So soll die Software zwar auf CD-ROM ausgeliefert worden sein. Sie sei aber auf alten Computern mit Internetverbindung installiert worden.

Auch in Deutschland gibt es Befürchtungen, dass Hacker aus dem Ausland versuchen könnten, die Wahl zu beeinflussen. Dabei geht es allerdings eher um die öffentliche Meinung als das Wahlergebnis an sich.

Im US-Präsidentschaftswahlkampf waren Computer der Demokratischen Partei mehrmals Ziele von Hackerangriffen. Anschließend wurden interne E-Mails veröffentlicht, die der Kandidatin Hillary Clinton mutmaßlich schadeten. Nach Ansicht der US-Geheimdienste stand Russland hinter den Angriffen, was die Regierung in Moskau zurückgewiesen hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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