Annäherung
Pakistan will Grenze in Kaschmir öffnen

Nach dem verheerenden Erdbeben in Südasien haben sich die früheren Erzfeinde Pakistan und Indien weiter angenähert. Nach der gegenseitigen Unterstützung während der Katastrophe soll nun die bislang weitgehend undurchlässige Demarkationslinie im geteilten Kaschmir geöffnet werden.

HB ISAMABAD. Man warte nun auf offizielle Angaben aus Islamabad, wie der Vorschlag verwirklicht werden könne, sagte der Sprecher des indischen Außenministeriums, Navtej Sarna. Musharraf hat angeboten, die de-facto-Grenze für Kaschmirer zu öffnen, die im Katastrophengebiet helfen oder Angehörige suchen wollten. Er schloss allerdings aus, dass Soldaten die Demarkationslinie für Hilfseinsätze überqueren.

Der Präsident betonte erneut, seine Regierung könne von Indien angebotene Hubschrauber für Hilfsflüge nur annehmen, wenn Pakistan die Besatzungen stelle. Indien hat das abgelehnt. Das Erdbeben vom 8. Oktober hat in Pakistan nach offiziellen Angaben mindestens 42 000 Menschen das Leben gekostet. Im indischen Teil Kaschmirs starben mindestens 1600 Menschen. Muslimische Extremisten kämpfen im indischen Teil Kaschmirs seit 1989 für die Unabhängigkeit oder den Anschluss der Region an Pakistan.

Bei dem Konflikt wurden bislang mehr als 60 000 Menschen getötet. Indien und Pakistan haben seit ihrer Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft 1947 zwei Kriege um das geteilte Kaschmir geführt. Anfang vergangenen Jahres nahmen die beiden Atommächte Friedensverhandlungen auf.

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