Anschlag in Mali
Womöglich Europäer unter den Opfern

Wieder Terror in der malinesischen Hauptstadt Bamako: Bei einem bewaffneten Überfall auf ein Hotel sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern könnten auch Europäer sein.
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Bamako/LuxemburgNach dem Angriff auf ein Hotel in der malischen Hauptstadt Bamako gibt es Hinweise darauf, dass unter den Opfern Europäer sind. Man sei derzeit dabei, die letzten Überprüfungen vorzunehmen und die Familien zu informieren, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Montag am Randes eines EU-Außenministertreffens in Luxemburg. Es sei „gut möglich“, dass unter den Opfern Europäer seien.

Mindestens vier Menschen sind bei dem Angriff gestorben. Zwei davon waren Gäste des Hotels „Le Campement Kangaba“ in einem Vorort von Bamako im Südwesten des Landes. Die beiden weiteren Getöteten seien Angreifer gewesen, teilte der Sicherheitsminister Salif Traoré am Montagmorgen mit. Acht Menschen, darunter sechs Sicherheitskräfte, seien verletzt worden. Das Ministerium sprach von einem Angriff durch Terroristen. Das Hotel ist unter anderem bei in Mali lebenden Ausländern beliebt und wird vor allem an Wochenenden gut besucht.

Bewaffnete Personen griffen den Angaben nach am Sonntag die Anlage an. Eine Anti-Terror-Einheit habe nur wenige Minuten später das Hotel umzingelt und sich einen Schusswechsel mit den Angreifern geliefert. Die Sicherheitskräfte würden noch immer in der Hotelanlage nach zwei weiteren Terroristen suchen, sagte Traoré. 36 Gäste konnten demnach in Sicherheit gebracht werden, darunter waren 14 Malier und 13 Franzosen.

Im Norden des Landes sind die Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) und andere Extremisten aktiv. Sie greifen dort immer wieder UN-Friedenstruppen und malische Streitkräfte an. Es kommt aber auch zu Anschlägen im Zentrum und Süden, etwa im November 2015, als Terroristen das Radisson-Hotel in Bamako angriffen und rund 20 Menschen töteten. An der UN-Friedensmission in dem westafrikanischen Land sind etwa 800 Bundeswehr-Soldaten beteiligt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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