Anti-Korruptionsminister Nikoloudis
Der Furchtlose

PremiumGriechenlands neuer oberster Korruptionsbekämpfer will hart durchgreifen. Zahlreiche Fälle von Steuerhinterziehung hat er bereits aufgedeckt. Doch es gibt noch genügend Arbeit.

AthenMit dem Namen Panagiotis Nikoloudis verbinden sich Hoffnung und Angst zugleich. Der 65-Jährige ist im griechischen Kabinett Staatsminister für die Bekämpfung der Korruption, ein neu geschaffenes Ressort. Die Hoffnung: dass ihm gelingen könnte, woran bisher alle scheiterten – Bestechung, Geldwäsche und Steuerflucht erfolgreich zu bekämpfen. Damit könnte Premierminister Alexis Tsipras auch gegenüber den Gläubigern Griechenlands punkten.

Angst müssen hingegen jene haben, die dunkle Geldgeschäfte machen und Einkommen verschleiern. Denn der Neue ist unerschrocken. Nikoloudis stammt aus der Mani, einem wilden Landstrich an der Südspitze der Halbinsel Peloponnes. Hier gelten seit der Antike eigene Gesetze, die Menschen gelten als furchtlos.

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