Antiterrorkampf
USA schicken „Ausbilder“ in den Irak

Bis zu 1500 Soldaten wollen die USA jetzt zusätzlich in den Irak entsenden. Sie sollen sich nicht direkt an den Kämpfen gegen IS beteiligen, sondern irakische und kurdische Regierungstruppen ausbilden und unterstützen.
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WashingtonDamit wollen die USA im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Zahl ihrer Soldaten im Irak verdoppeln. Präsident Barack Obama genehmigte am Freitag den Einsatz von den bis zu 1500 zusätzlichen Soldaten. Teile des US-Kontingents sollen in der heftig umkämpften westlichen Provinz Anbar eingesetzt werden. Derzeit haben die USA rund 1400 Soldaten im Irak stationiert. Für den Einsatz gegen den IS im Irak und in Syrien wird das Präsidialamt beim Kongress 5,6 Milliarden Dollar beantragen.

Die US-Soldaten würden die irakischen Streitkräfte dabei unterstützen, ihre Offensive gegen den IS besser ausgebildet fortzusetzen, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Konteradmiral John Kirby, in Washington. 870 der zusätzlichen US-Soldaten würden direkt zur Ausbildung der Iraker eingesetzt. Sie sollten im ganzen Land verteilt neun Brigaden der irakischen Armee und drei Brigaden der kurdischen Peschmerga trainieren, sagte Kirby. Andere Staaten würden auch noch über 700 Ausbilder entsenden.

In der Provinz Anbar hatten die irakischen Streitkräfte besonders starke Verluste beim Vormarsch der IS-Milizen erlitten. Mindestens 6000 Soldaten waren bei den Kämpfen getötet worden, mehr als doppelt so viele nach Angaben von Diplomaten desertiert. Dadurch waren dem IS auch viele Panzer, Geschütze und Waffen in die Hände gefallen, die die USA nach dem Abzug ihrer Truppen den irakischen Streitkräften übergeben hatten.

Der IS hat weite Teile des Irak und Syriens unter seine Kontrolle gebracht und dort ein Kalifat errichtet. Die USA unterstützen den Kampf der irakischen Truppen und der Peschmerga mit Luftangriffen auf IS-Ziele in beiden Ländern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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